Gemeinsame Stellungnahme von Mars Petcare und AniCura zur Berichterstattung „Großkonzerne wollen Kleintierpraxen kaufen“

Der kurz nach Neujahr vom NDR und der ARD veröffentlichte Filmbeitrag „Großkonzerne wollen Kleintierpraxen kaufen“ sowie ein anschließendes Studiogespräch mit der Präsidentin der Tierärztekammer Schleswig-Holstein, hat die Gemüter zahlreicher Kolleginnen und Kollegen im Unternehmen bewegt. Die meinungsstarke und einseitig geprägte Darstellung der Situation in der Tiermedizin lässt die journalistische Neutralität vermissen. Angesichts der positiven Einflüsse, die wir mit den AniCura-Tierklinken und -Praxen auf die tierärztliche Versorgung in Deutschland nehmen, möchten wir diese Gesichtspunkte gerne veröffentlichen.

Mars Petcare blickt auf eine lange Geschichte in der Ernährung und tierärztlichen Versorgung von Heimtieren auf der ganzen Welt zurück. Mit diesem Erfahrungsschatz und mithilfe von Kompetenzträgern wie AniCura leisten wir gemeinsam einen Beitrag, um den steigenden Bedarf an hochqualitativer tierärztlicher Versorgung von Heimtieren sicherzustellen. Diese Versorgung ist essenziell, wenn man das Tierwohl ganzheitlich betrachtet – so wie wir es tun. Gemeinsam mit unseren Partnern möchten wir daher die klinische Praxis in Deutschland verbessern und den Beruf Tierärztin/Tierarzt weiter voranbringen. So tragen wir zu einer besseren Welt für Heimtiere bei – unser Bestreben und die Grundlage unseres wirtschaftlichen Handelns, welches daher nicht im Widerspruch zum Tierwohl, sondern ganz im Gegenteil, im Einklang damit steht.

24/365 – wir stemmen häufig Nacht- und Notdienste wie auch Vertretungsregelungen
In Deutschland leidet die klinische Praxis vor allem unter dem akuten Tierärztemangel. Dadurch sind Nacht- und Notdienste vielfach nicht aufrechtzuerhalten. Ein selbstständiger Tierarzt/-ärztin kann mit ein bis zwei Angestellten schlichtweg kein Drei-Schicht-System stemmen, und angesichts der Marktsituation auch nur selten auf die Unterstützung anderer inhabergeführter Praxen hoffen. Unsere AniCura-Tierkliniken und -Praxen arbeiten hingegen eng zusammen und unterstützen sich gegenseitig, um der steigenden Nachfrage nach einer hochqualitativen tierärztlichen Versorgung – rund um die Uhr – gerecht zu werden.


Tiermedizin ist weiblich – wir schaffen bessere Arbeitsbedingungen
Dieses Netzwerk wirkt sich auch positiv auf die Arbeitsbedingungen und die Herausforderungen durch den massiven Fachkräftemangel aus, zum Beispiel durch belastbare Vertretungsregelungen im Falle von Personalengpässen, flexibleren Arbeitszeitmodellen und gesicherten Nachfolgeregelungen. Unter anderem deshalb haben wir – im Gegensatz zum selbständigen Bereich – bei unseren Nachfolgern mit 77 Prozent einen adäquat hohen Frauenanteil, wenn man den Anteil weiblicher Studierenden der Veterinärmedizin betrachtet. Auch unser Angebot an virtuellen Sprechstunden, die umfangreichen Fortbildungsprogramme für unsere Mitarbeitenden oder unsere Forschungsaktivitäten zur Antibiotikareduktion sind für Selbstständige in diesem Bereich zeitlich, technisch und finanziell schwer zu stemmen, tragen jedoch erheblich zur Verbesserung der tierärztlichen Versorgung und letztlich dem Wohl der Tiere bei.

Großes Familienunternehmen – wir sind finanziell unabhängig
Mars Petcare ist ein großes Familienunternehmen. Das gibt uns nicht nur die finanziellen Möglichkeiten, sondern auch die finanzielle Unabhängigkeit, um die AniCura-Kliniken und -Praxen mit der modernsten tiermedizinischen Technik auszustatten. Die medizinische Freiheit unserer Tierärzte und Tierärztinnen wird hierbei nie und in keiner Weise eingeschränkt. Alles andere spräche gegen jeglichen Berufsethos und gegen die Berufsordnung der Tierärzte. Auch Preisvorgaben existieren de facto nicht.


Ein wichtiger Gradmesser für die Qualität unserer Arbeit ist für uns stets die Zufriedenheit der Tiereltern. Diese spiegelt sich unter anderem in der Tierdoktor-Liste des Focus aus dem Herbst 2021 wider, für deren Erstellung rund 22.400 Tierhalter befragt wurden. Im Norden Deutschlands wurden von AniCura die Klinik in Quickborn, das Fachtierärztliche Zentrum in Flensburg sowie die Praxis in Hamburg-Niendorf ausgezeichnet. Insgesamt wurden 44 AniCura-Standorte als „Top-Tierkliniken“ und „Top-Tierarztpraxen“ bewertet.


Angesichts der positiven geschilderten Einflüsse, die wir mit den AniCura-Tierklinken und -Praxen auf die tierärztliche Versorgung in Deutschland nehmen, hätten wir uns deshalb eine ausgewogenere Berichterstattung sehr gewünscht.

Catarina Neumann, Director Corporate Affairs Mars Pet Nutrition Deutschland
und Carla Naumann, Country Managerin AniCura DACH

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