Birma

Anmutig und elegant mit schneeweißen Pfoten, leuchtend blauen Augen und einem goldenen Fell, das von einer Göttin berührt wurde – die Birma-Katze oder Heilige Birma ist der niedliche Begleiter, der wohl jede Familie erfreut.

Kurze Fakten

Hintergrund

Der tatsächliche Ursprung der Birma-Katze ist relativ unbekannt. Möglicherweise kommt sie aus dem Süden Asiens. Im frühen 20. Jahrhundert soll sie aus dem damaligen Birma (auch: Burma; heute offiziell: Myanmar) nach Europa gelangt sein. Birma-Katzen wurden 1925 in Frankreich erstmalig anerkannt und zeigen Merkmale von Siamkatzen, Angora- und Perserkatzen. Während des Zweiten Weltkriegs starb die Rasse fast aus, daher kann ihre genaue Geschichte nur bis in die 1940er-Jahre zurückverfolgt werden.

Der Legende nach stammen alle Birma-Katzen von einer Tempelkatze in Birma ab, die einem Priester gehörte. In diesem Tempel stand die goldene Statue einer Göttin mit saphirblauen Augen. Als der Priester starb, die Pfote der Katze auf seinem Körper, färbte die Göttin das weiße Fell der Katze golden und ihre Augen leuchtend blau. Die Pfoten blieben weiß als Zeichen ihrer Reinheit. Es heißt sogar, dass die Seele des Priesters im Körper der Katze wiedergeboren wurde und ins Paradies gelangte, als die Katze starb. Alle verstorbenen Priester wurden in der Folge als heilige Katzen wiedergeboren, was der Rasse ihren Namen „die heilige Katze von Birma“ gab.

 

Persönlichkeit

Die Birma-Katze ist elegant und sanft und ihre Bewegungen sind so anmutig, wie man es von einer ehemaligen Tempelkatze erwarten würde. Die Katzen sind liebevoll, sie werden gerne am Kopf gekrault und mögen es, auf Ihrem Schoß zu schlafen.

Birma-Katzen sind intelligent und neugierig, sie erkunden gerne ihre Umgebung. Das kann dazu führen, dass Ihre Birma-Katze versehentlich in Garagen eingesperrt wird oder Sie sie im Bett der Nachbarn wiederfinden. Sie sind sozial und verstehen sich sowohl mit Kindern und Erwachsenen als auch mit anderen Katzen oder Hunden, was sie zu perfekten Familienmitgliedern macht. Auch wenn sie von ihrem Temperament eher ruhig sind, spielen sie gerne.

 

Aussehen, Größe und Gewicht

Die Birma-Katze ist mittelgroß, wobei die Weibchen normalerweise etwa 3–4,5 kg und die Männchen etwa 4,5–7 kg wiegen. Ihr Körper ist lang und geschmeidig mit recht kurzen Beinen und einem buschigen Schwanz. Der Kopf ist leicht herzförmig mit einem niedlichen Gesicht und spitzen, kleinen Ohren. Wir dürfen auch die Augen nicht vergessen – sie sind strahlend blau!

 

Farbe

Diese Rasse hat das Muster einer Himalaya-Katze, also einen hellen Körper, der an der Brust und am Bauch in eine noch hellere Farbe übergeht. Dunkel sind Ohren, Gesicht, Beine und Schwanz, die Färbung harmoniert mit der Fellfarbe des Körpers. Die schneeweißen Pfoten sehen aus, als würde die Katze Handschuhe tragen. Auf der Rückseite der Pfoten setzen sich die „Handschuhe“ nach oben weiter fort und formen eine umgedrehte V-Form an den Beinen.

Birma-Katzen gibt es in vielen verschiedenen Farben: Seal Point, Blue Point, Chocolate Point und Lilac Point. Es gibt auch Birma-Katzen in Lynx Point, die eine klare M-Form auf ihrer Stirn haben sollten und ein brillenartiges Muster um ihre Augen, getupfte Schnurrhaarkissen und Streifen und Ringe an den Beinen und am Schwanz.

 

Fellpflege

Das Fell ist mittellang bis lang und sehr leicht und seidig. Es hat ein wenig Unterwolle, was einerseits bedeutet, dass es sich selten verfilzt, und andererseits, dass es leicht zu pflegen ist. Bürsten Sie das Fell regelmäßig mit einem Stahlkamm oder einer Bürste, um es weich und glänzend zu halten. Während des Winters verliert die Birma-Katze viel Fell, also sollten Sie sie dann mehr bürsten, um Fellbälle im Haus zu vermeiden.

 

Besonderheiten der Rasse

Da Birma-Katzen soziale Tiere sind, werden sie leicht nervös, wenn sie zu Hause lange allein gelassen werden. Es ist gut für die Katzen, wenn sie konstant Gesellschaft haben, entweder von Menschen oder anderen Haustieren.


Erbkrankheiten

Birma-Katzen sind generell gesund, aber es wurden einige Erbkrankheiten bei der Rasse identifiziert. Einige davon sind:

Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM): Es handelt sich dabei um die häufigste Form von Herzerkrankungen bei Katzen. Sie verursacht eine Vergrößerung des Herzmuskels.

Polyzystische Nierenerkrankung: Eine Erkrankung, die zahlreiche Zysten in den Nieren wachsen lässt. Dies kann zu vergrößerten Nieren und zu Nierenversagen führen.

 

Futter

Es gibt keine speziellen Empfehlungen, wie man eine Birma-Katze füttern sollte. Die Katzen sind nicht übermäßig hungrig, lassen es Sie aber wahrscheinlich wissen, wenn es Zeit fürs Abendessen ist.

 

Fünf Fakten über die Birma-Katze

  1. Die Birma-Katze wird auch Heilige Katze von Birma genannt und soll von einer Göttin erschaffen worden sein.
  2. Sie erkennen eine Birma-Katze sofort an ihren strahlend blauen Augen und schneeweißen Pfoten.
  3. Die Birma-Katze ist sehr sozial und von ihrem Temperament her ruhig und liebevoll.
  4. Nierenversagen und Herzerkrankungen sind zwei Erkrankungen, die Birma-Katzen betreffen können.
  5. Birma-Katzen sind großartige Familienkatzen und spielen gerne mit Kindern, aber auch mit anderen Haustieren.