Vergiftung: Vorsicht Frostschutzmittel bei Tieren

Ethylenglykol ist das bei uns gängigste Frostschutzmittel für Autokühler und Waschanlagen. Gerade im Winter wird es auch von Heimwerkern in großer Zahl in die Kühlsysteme der Autos gefüllt. Dabei wird schon einmal geschlabbert. Die Flasche mit den Resten bleibt unbeaufsichtigt in der Garage oder im Keller stehen. Vorsicht: Glykol schmeckt sehr gut! Das zeigten nicht nur die Weinpanscher- Skandale vor einigen Jahren, bei denen zur Geschmacksverbesserung saurer Weine mehrere Tonnen Glykol zugesetzt wurde. Vor allem Katzen lecken Glykolreste gerne auf, weil sie süßlich schmecken. Glykol führt jedoch schon in relativ geringen Mengen zu erheblichen Leberbelastungen. 5 ml können die Leberwerte einer 4 kg schweren Katze bereits verdoppeln. Unter bestimmten Umständen reichen 10 ml Ethylenglykol bereits für einen schweren Leberschaden.

Verdünnen Sie das Glykol deshalb nie in lebensmitteltauglichen Behältnissen. Waschen Sie die Behälter nach dem Gebrauch mit reichlich Wasser aus. Füllen Sie den Frostschutz stets mit einem Trichter in den Kühler ein und vermeiden Sie ein Verschütten auch kleinerer Mengen. Haben Sie kleinere Mengen verschüttet, reinigen Sie den Motorblock mit Zellstoff, Küchentüchern oder Toilettenpapier. Frostschutzmittelreste müssen stets in gut verschlossenen Behältnissen sicher aufbewahrt werden.

© Dr. Staudacher, AniCura Aachen

Wenden Sie sich an einen Tierarzt

Wenn Sie diese Symptome bei Ihrem Ihrem Haustier feststellen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Tierarzt zu wenden.

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