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MRT in der Tiermedizin

In diesem Artikel erfährst du alles über die Vor- und Nachteile der Magnetresonanztomografie (MRT) bei Tieren. Wir besprechen die Vor- und grenzen sie von den anderen bildgebenden Verfahren CT und Ultraschall ab und wir werfen einen Blick auf die damit verbundenen Kosten und Risiken.

Die Magnetresonanztomografie (MRT) hat sich in der Tiermedizin als ein unverzichtbares Diagnosewerkzeug etabliert. Diese fortschrittliche bildgebende Technik, die ursprünglich für die Humanmedizin entwickelt wurde, bietet auch im Bereich der Veterinärmedizin entscheidende Einblicke in die Gesundheit unserer Tiere.   

Bei einer MRT werden mithilfe starker Magnetfelder und Radiowellen detaillierte Bilder des Körperinneren erzeugt. Ein Hauptvorteil der Magnetresonanztomographie (MRT) im Vergleich zu anderen bildgebenden Methoden ist ihr hervorragender Weichteilkontrast und die ausgeprägte Sensitivität für Veränderungen im Flüssigkeitsgehalt von Geweben. Dies ermöglicht oft die Erkennung vieler pathologischer Veränderungen in Weichteilen, Organen und dem Bauch. Zudem bietet die MRT die Möglichkeit, Schnittebenen flexibel zu wählen, sodass sie ideal an die zu untersuchende Körperstruktur angepasst werden können. 

Einige Nachteile der MRT umfassen die verhältnismäßig lange Dauer der Untersuchung, die zwischen 30 und 60 Minuten liegt, Schwierigkeiten bei der Beurteilung von verkalkten Strukturen wie Knochen, sowie eine Anfälligkeit für Störungen durch metallische Fremdkörper und Bewegungs- oder Atemartefakte. Diese Einschränkungen führen dazu, dass die MRT derzeit nicht für die Lungendiagnostik und nur bedingt für Knochendiagnostik eingesetzt werden kann.  

Die Geschichte der MRT in der Tiermedizin  

Anfänge und Entwicklung  

Die MRT, die in den 1970er Jahren in der Humanmedizin eingeführt wurde, revolutionierte schnell die medizinische Bildgebung durch ihre Fähigkeit, detaillierte Bilder des Körperinneren zu erzeugen. Im Gegensatz zu Röntgenstrahlen, die hauptsächlich Knochenstrukturen abbilden, konnte die MRT Weichteilgewebe mit einer bis dahin unerreichten Klarheit darstellen. Ihre Einführung in die Tiermedizin erfolgte jedoch erst einige Jahre später, als die potenziellen Vorteile der Technologie für die Veterinärmedizin erkannt und die Technologie erschwinglich wurde. 

In den frühen 1980er Jahren begannen einige fortschrittliche Tierkliniken, die MRT-Technologie zu erforschen und anzupassen, um sie für die Diagnose bei Tieren nutzbar zu machen. Diese frühen Anwendungen waren oft experimentell und aufgrund der Größe und Kosten der Geräte auf größere Einrichtungen beschränkt.  

Durchbruch in der Veterinärmedizin  

Der Durchbruch für die MRT in der Tiermedizin erfolgte Ende der 1990er Jahre, als kompaktere und kostengünstigere Geräte entwickelt wurden. Dies ermöglichte es mehr Tierkliniken, diese wegweisende Technologie zu nutzen. Tierärzte erkannten schnell den Wert der MRT für die Diagnose komplexer Fälle, insbesondere in der Neurologie und Orthopädie.    

Mit der Weiterentwicklung der Technologie wurde die MRT zunehmend zugänglicher und erschwinglicher. Dies führte zu einer breiteren Anwendung in der Tiermedizin, nicht nur in spezialisierten Tierkliniken, sondern auch in allgemeinen Praxen. Moderne MRT-Geräte sind kompakter, schneller und benutzerfreundlicher, was ihre Integration in den klinischen Alltag erleichtert. Die Ausbildung und Expertise von Tierärzten in der MRT-Diagnostik hat ebenfalls zugenommen. Viele Tierärzte haben sich in der MRT-Bildgebung weitergebildet, um die bestmögliche Diagnose und Behandlung für ihre tierischen Patienten zu gewährleisten.  

MRT, CT und Ultraschall: Was sind die Unterschiede?  

Die Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT) und Ultraschall sind drei unterschiedliche bildgebende Verfahren, die jeweils spezifische Vorteile in der medizinischen Diagnostik bieten.  

Magnetresonanztomographie (MRT) 

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine Bildgebungstechnik, die starke Magnetfelder und Radiowellen verwendet, um besonders detaillierte Bilder von Weichteilgeweben wie Gehirn, Organen, Muskeln und Sehnen zu erzeugen, ohne den Körper ionisierender Strahlung auszusetzen. Dies macht sie ideal für Untersuchungen, bei denen Weichteildetails wichtig sind.  

Die MRT ist besonders effektiv bei der Diagnose von Erkrankungen des Gehirns und des Rückenmarks, Weichteiltumoren, Bandscheibenvorfällen und Gelenkerkrankungen. Die Untersuchung dauert in der Regel zwischen 30 Minuten und einer Stunde, erfordert jedoch, dass das Tier während der Untersuchung absolut still liegt, was eine Sedierung oder Vollnarkose zwingend notwendig macht. Die Kosten für eine MRT sind in der Regel höher als für eine CT-Untersuchung, aufgrund der komplexeren Technologie und der längeren Untersuchungsdauer. Es gibt jedoch kein Risiko durch ionisierende Strahlung. 

Computertomographie (CT) 

Die Computertomographie (CT) hingegen verwendet Röntgenstrahlen, um Querschnittsbilder des Körpers zu erstellen. Sie ist besonders effektiv bei der Darstellung von Knochenstrukturen und Lungen, hat jedoch den Nachteil, dass sie ionisierende Strahlung nutzt. Die CT wird bevorzugt für die schnelle Beurteilung von Traumata, Lungen- und Thoraxuntersuchungen sowie für die Darstellung komplexer Knochenbrüche eingesetzt.  

Schnittbildverfahren bei der CT ermöglichen es, detaillierte Querschnittsbilder des Körpers eines Tieres zu erhalten. Dies ist besonders nützlich für die Diagnose von inneren Verletzungen, Tumoren, Fremdkörpern und anderen Pathologien. Die hohe Auflösung der CT-Bilder ermöglicht es Tierärzten, präzise Informationen über die Anatomie und den Zustand der Organe und Gewebe zu erhalten. Der Tierarzt kann die Bilder in verschiedenen Ebenen betrachten, um den Zustand und die Anatomie des untersuchten Bereichs genau zu beurteilen. 

Die Untersuchung dauert in der Regel nur einige Sekunden bis zu zwei Minuten, kann jedoch auch eine Sedierung oder Vollnarkose erfordern, insbesondere bei unruhigen Tieren. Die CT ist in der Regel kostengünstiger als die MRT, teilweise aufgrund der kürzeren Untersuchungszeit und der breiteren Verfügbarkeit, geht jedoch mit einem Risiko durch Strahlenbelastung einher. 

Ultraschall 

Der Ultraschall arbeitet mit Schallwellen und ist eine nicht-invasive Methode, die auch am wachen Tier angewendet werden kann. Er ist besonders nützlich für die Untersuchung von Weichteilstrukturen und für Trächtigkeitsdiagnosen. Auch beim Ultraschall können Kontrastmittel können eingesetzt werden, um die Bildgebung zu verbessern und feinere Details oder Pathologien sichtbar zu machen. 

Da der Ultraschall Echtzeitbilder liefert, lassen sich auch Peristaltik oder andere Bewegungen beurteilen. Dies bedeutet, dass nicht nur die statische Anatomie, sondern auch dynamische Prozesse wie die Bewegung von Organen oder Geweben während der Untersuchung sichtbar werden. Zum Beispiel können Tierärzte die Herzfunktion beurteilen, oder prüfen ob ein Tierfötus am Leben ist. 

Darüber hinaus ermöglicht der Ultraschall die Beobachtung von Blutfluss und Durchblutung, was für die Diagnose verschiedener Erkrankungen von großer Bedeutung ist. Die Untersuchungsdauer ist schneller als bei der MRT. Ultraschall ist in der Regel kostengünstiger als die anderen bildgebenden Verfahren, da die Geräte weniger komplex sind und die Untersuchung schneller durchgeführt werden kann 

Bildgebungsverfahren im Vergleich  

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass jede dieser Methoden ihre eigenen Stärken hat: Die MRT für Weichteil- und Organdetails ohne Strahlenbelastung, die CT für schnelle und detaillierte Darstellungen von Knochenstrukturen und der Ultraschall für schnelle, sichere und kostengünstige Untersuchungen, sowie Peristaltik oder andere Bewegungen. In manchen Fällen müssen auch mehrere bildgebende Methoden angewendet werden, um einen vollständigen Eindruck über die Gesundheitslage des Patienten zu erhalten.  

Risiken der MRT beim Tier 

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine sichere Technik in der Veterinärmedizin, doch wie bei allen medizinischen Verfahren, gibt es gewisse Risiken, die berücksichtigt werden müssen. Eines der Hauptbedenken bei der Durchführung einer MRT bei Tieren ist die Notwendigkeit einer Narkose oder Sedierung. Da das Tier während der MRT-Untersuchung absolut still liegen muss, um klare und aussagekräftige Bilder zu erhalten, ist oft eine Vollnarkose erforderlich. Dies birgt die üblichen Risiken einer Anästhesie, einschließlich Reaktionen auf Narkosemittel, Atemprobleme und in seltenen Fällen kardiovaskuläre Komplikationen. Das Risiko kann je nach Alter, Gesundheitszustand und Rasse des Tieres variieren. Eine sorgfältige Voruntersuchung und Überwachung durch erfahrene Veterinärmediziner sind daher unerlässlich, um die Sicherheit des Tieres zu gewährleisten. 

Ein weiterer Aspekt, der bei MRT-Untersuchungen zu beachten ist, ist die Verwendung von Kontrastmitteln. Diese werden manchmal eingesetzt, um bestimmte Strukturen oder Pathologien besser sichtbar zu machen. Obwohl die meisten Kontrastmittel als sicher gelten, besteht ein geringes Risiko für allergische Reaktionen oder Nebenwirkungen, insbesondere bei Tieren mit vorbestehenden Nierenerkrankungen. Es ist wichtig, dass der Tierarzt das Tier gründlich untersucht und die Anamnese kennt, um das Risiko einer negativen Reaktion auf das Kontrastmittel zu minimieren. 

Schließlich gibt es auch Bedenken hinsichtlich der starken Magnetfelder, die bei der MRT verwendet werden. Diese Felder sind an sich nicht schädlich für das Tier, aber sie können mit metallischen Implantaten, wie z. B. bestimmten chirurgischen Clips oder Schrittmachern, interagieren. Es ist entscheidend, dass der Tierarzt über jegliche Implantate oder Metallteile im Körper des Tieres informiert ist, bevor die MRT durchgeführt wird. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Risiken einer MRT bei Tieren zwar vorhanden, aber in der Regel gering sind, besonders wenn die Untersuchung von erfahrenem medizinischem Personal durchgeführt wird. Eine sorgfältige Abwägung der Risiken und Vorteile, eine gründliche Voruntersuchung und eine genaue Überwachung während der Narkose tragen dazu bei, die Sicherheit des Tieres zu maximieren. 

Kostenüberblick: Was kostet eine MRT für Tiere?  

In Deutschland wird die Preisgestaltung für eine Magnetresonanztomografie (MRT) durch die Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte geregelt. Diese Dienstleistung kann je nach Bedarf entweder zum einfachen oder mehrfachen Satz abgerechnet werden.  

Die endgültigen Kosten für eine MRT-Untersuchung bei Tieren können von Fall zu Fall erheblich variieren. Ein grober Preisrahmen für die Kosten liegt jedoch in der Regel zwischen 1.000 € und 2.000 €.  

Im Falle eines Notdienstes sind die Kosten für die Leistung in der Regel höher. Hinzu kommen je nach Fall noch Kosten für Voruntersuchung, Medikamente, Verbrauchsmittel, Injektionsnarkose, Überwachung der Vitalfunktionen, Aufwachbetreuung und gegebenenfalls der Aufenthalt in der Tierklinik. Ihr Tierarzt kann Ihnen genaue Informationen zu den erwarteten Kosten für die MRT-Untersuchung Ihres Tieres geben. 

Bahnbrechende MRT-Technologie in Bökelberg und Bielefeld  

Bei AniCura Bökelberg und AniCura Bielefeld wird die Diagnostik in der Veterinärmedizin durch den Einsatz des Magnifico Vet von Esaote, einem der fortschrittlichsten MRT-Geräte, auf ein neues Niveau gehoben. Diese beiden Standorte gehören zu den wenigen in Europa, die diese hochmoderne Technologie nutzen. Der Magnifico Vet bietet zahlreiche Vorteile, die sowohl die diagnostische Qualität als auch den Komfort für die Tiere und die Effizienz für die Tierärzte deutlich verbessern.  

Höchste Diagnostische Qualität für Präzise Ergebnisse  

Der Magnifico Vet setzt neue Maßstäbe in der Bildqualität. Mit seiner fortschrittlichen Technologie liefert das Gerät extrem präzise und detaillierte Bilder, die für eine genaue Diagnosestellung unerlässlich sind. Diese hohe Bildqualität ist besonders wichtig bei der Erkennung komplexer Erkrankungen und ermöglicht eine genauere Planung von Behandlungsstrategien.    

Schnellere Untersuchungen zur Minimierung der Belastung  

Ein wesentlicher Vorteil des Magnifico Vet ist die Fähigkeit, schneller Untersuchungen durchzuführen. Die verkürzten Sequenzen reduzieren die Zeit, die Tiere im Scanner verbringen müssen, was besonders für ängstliche oder schmerzempfindliche Tiere von Bedeutung ist. Diese Geschwindigkeit trägt dazu bei, den Stress für die Tiere zu minimieren und die Gesamterfahrung für sie angenehmer zu gestalten.  

Vereinfachte Arbeitsabläufe und Effiziente Diagnosestellung  

Der Magnifico Vet zeichnet sich durch vereinfachte Arbeitsabläufe und Protokolle aus, die eine schnelle und effiziente Diagnosestellung ermöglichen. Diese Optimierung der Prozesse bedeutet, dass mehr Tiere in kürzerer Zeit untersucht werden können, was die Wartezeiten für Diagnosen verringert und eine schnelle Behandlung ermöglicht.  

Offene Struktur und „Schwimmender“ Patiententisch  

Die offene Struktur des Magnifico Vet und der „schwimmende“ Patiententisch sind so konzipiert, dass sie eine schnelle und problemlose Positionierung des Tieres ermöglichen. Mithilfe eines Lasersystems kann das Tier genau positioniert werden, was die Genauigkeit der Untersuchung erhöht und die Zeit im Gerät weiter reduziert.  

Breite Auswahl an Speziellen Spulen  

Der Magnifico Vet bietet eine breite Palette an speziellen Spulen, die für jede Untersuchung optimale Ergebnisse liefern. Diese Spezialisierung ermöglicht es, für jede Tierart und jeden Körperteil die geeignetste Spule zu wählen, was die Bildqualität und die diagnostische Genauigkeit weiter verbessert.    

Geringer Stromverbrauch bei Gestiegener Leistung  

Trotz seiner hohen Leistungsfähigkeit und der fortschrittlichen Technologie zeichnet sich der Magnifico Vet durch einen vergleichsweise geringen Stromverbrauch aus. Diese Energieeffizienz ist nicht nur kostensparend, sondern trägt auch zum Umweltschutz bei.  

Der Magnifico Vet von Esaote, der in Bökelberg und Bielefeld eingesetzt wird, stellt einen bedeutenden Fortschritt in der veterinärmedizinischen Bildgebung dar. Diese Investition in modernste Technologie unterstreicht das Engagement von AniCura für die bestmögliche tiermedizinische Versorgung und Diagnostik.  

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