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Stürze aus großer Höhe bei Hund & Katze

Böses Erwachen: Im Sommer gehören Stürze zu den häufigsten Unfällen

Absturz bei Katzen

Liegt auch Ihre Katze gerne tagsüber auf der Fensterbank oder dem Balkon und beobachtet so die Gegend? Viele Katzen tun dies und nehmen so Anteil an ihrer Umgebung. Selbst ein offenes Fenster verleitet sie nicht zur Flucht. Manche Katzen spazieren elegant über die Balkonbrüstung und interessieren sich für das Geschehen unter ihnen. - Doch all dies hat eine Kehrseite: Jährlich kommen Hunderte von Katzen um, weil sie abstürzen oder in Kippfenstern eingeklemmt werden. Ein vorbeifliegender Vogel vor der Katze, eine zuschlagende Tür hinter ihr oder ein anderes ungewohntes Geräusch - und schon springt das Tier ab in eine ungewisse Tiefe. Nur ein Teil dieser Katzen landet auf dem OP-Tisch, denn viele sind sofort tot. Solch ein Unfall muss jedoch nicht sein, denn es gibt wirksame und preiswerte Sicherungen!

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Katzenfreunde staunen immer wieder, wie arglos Katzen sein können: Eine auf dem Dach laufende Katze stürzt nur selten ab. Dagegen sind Abstürze aus Fensteröffnungen und von Balkonen sehr häufig. Der wichtigste Unterschied zwischen diesen Situationen ist das Gefahrenbewusstsein des Tieres: Die auf dem Dach laufende Katze ist sich der Gefahr bewusst und meistert das Risiko. Die im Fenster liegende Katze ist dagegen entspannt, genießt die Aussicht und wird von einem unerwarteten Ereignis (Schreck, Lärm, "schnelle Beute") überrascht. Bis sie in dieser Situation die Gefahr richtig einschätzt, fliegt sie bereits. Der weitere Ablauf des Geschehens hängt dann von der Höhe, dem Untergrund und der Bepflanzung ab. Regelmäßig entstehen schwere Verletzungen sowohl an inneren Organen als auch in Form von Knochenbrüchen.

Wie Abstürze verhindert werden können

Mit einiger Überlegung kann das Risiko ohne großen Aufwand deutlich verringert werden: Fenster, Balkone und Terrassen lassen sich einfach mit Katzennetzen sichern. Diese Netze sind in unterschiedlichen Ausführungen und Abmessungen erhältlich. Sie eignen sich auch zur Sicherung von Gartenausläufen. Sie sind stabil - und je nach Ausführung - erst bei näherem Hinsehen zu erkennen. Sie lassen sich mit wenigen Handgriffen aufbauen und benötigen zusammengelegt nur wenig Platz.

Ein besonderes Thema sind Kippfenster. Auch sie kosten jedes Jahr viele Katzen das Leben. Die Tiere wollen durch das Fenster hindurchspringen, rutschen ab und bleiben am Hals oder mit der Taille im Fenster hängen. Viele Tiere können sich nicht oder erst nach Stunden befreien. Schwere Schäden an Muskulatur, Wirbelsäule oder Nieren führen zum Tod des Tieres. Auch hier ist einfach Abhilfe geschaffen. Entweder wird die Fensteröffnung ganz mit einem Netz verschlossen oder sie wird nur wie auf der Abbildung gezeigt gesichert: Die Katze kann immer noch durch den oben liegenden waagrechten Abschnitt der Öffnung durch das Fensterloch. Zumindest sollte man jedoch ein Kissen, in Brett oder auch nur etwas Pappe in den unten liegenden schmalen Teil des Fensterspaltes einlegen, damit sich die Katze nicht einklemmen kann.            

Auch Hunde stürzen ab!

Beim Hund laufen Abstürze nach einem ganz anderen Muster ab. Dennoch gleichen sich die Unfälle: Hunde springen gerne von und über Hindernisse aller Art. Springen sie von Balkonen oder aus Fenstern, schätzen sie oft die Höhe falsch ein. Sie tun das aber auch in unbekanntem Revier auf Ausflügen. Gerade an Aussichtsplattformen, auf Bergtouren oder Burg- und Schlossruinen sind viele Hunde schon über niedrige Mäuerchen gesprungen ohne zu ahnen, dass es auf der anderen Seite in die Tiefe geht.

Dabei entstehen schwerwiegende Verletzungen der Handwurzelgelenke, die nur mit großem Aufwand versorgt werden können. In vielen Fällen gelingt es nicht, solche Verletzungen unter Erhaltung des Gelenkes erfolgreich zu behandeln. Das Handwurzelgelenk muss dann operativ versteift werden.

Also sollte auch ein Hund entsprechend beaufsichtigt werden. Auf einem Spaziergang auf unbekanntem Gelände ist Anleinen empfehlenswert.

© Dr. Staudacher, AniCura Aachen

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