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BOAS-Operation

Warum ist die BOAS-Operation für kurznasige Hunde wichtig?

Kurznasige (brachyzephale) Hunderassen wie Französische Bulldoggen, Möpse oder Boxer leiden unter dem Brachyzephalen Obstruktiven Atemwegssyndrom (BOAS). Diese Erkrankung entsteht durch anatomisch bedingte Verengungen der oberen Atemwege. Dabei ergänzen sich zu enge Nasenlöcher, knöchern beengte Nasenhöhlen, ein verlängertes, verdicktes und erschlafftes Gaumensegel und verdickte Schleimhautstrukturen im Kehlkopfbereich zu einem komplexen Problem. Häufig werden diese Probleme von weiteren Einschränkungen wie dem Kehlkopfkollaps und einer zu kleinen oder kollabierten Luftröhre begleitet. 
Die Folge sind erschwerte Atmung, Schnarchen, Leistungsschwäche, Hitzestress und in schweren Fällen lebensbedrohliche Kreislauf- und Atemprobleme.
Eine chirurgische Korrektur kann hier Abhilfe schaffen. Ziel der BOAS-Operation ist es, die Atemwege zu erweitern, die Luftzufuhr und Kühlung des Patienten deutlich zu verbessern und damit die Lebensqualität Ihres Hundes nachhaltig zu steigern.

Woran erkenne ich Atemwegsprobleme bei meinem Hund?

Typische Anzeichen für BOAS:

  • lautes Schnarchen, Röcheln und Grunzen, auch im Ruhezustand
  • Hecheln und Atemnot bei Wärme oder Belastung
  • wiederkehrendes Aufstoßen, Schmatzen, Würgen mit oder ohne Ausbrechen von Futter
  • verminderte Belastbarkeit, verlängerte Erhohlungsphasen, Kreislaufprobleme
  • im schlimmsten Fall Ohnmachtsanfälle

Wenn Sie solche Symptome beobachten, empfehlen wir eine gründliche Untersuchung – je früher, desto besser.

Unsere Leistungen bei der BOAS-Operation

Wir bieten Ihnen in unserer Praxis eine umfassende Diagnostik und individuell abgestimmte chirurgische Therapie. Mit circa 200 Operationen dieser Art im Jahr ist unsere Praxis sehr erfahren und spezialisiert.

Diagnostik

  • Klinische Untersuchung und Beratung: Wir beurteilen Naseneingang, Nasenhöhle, Rachen, Luftröhre und Kehlkopf Ihres Hundes.
  • Endoskopie oder bildgebende Verfahren: Je nach Befund können wir die Atemwege im Detail darstellen.

Chirurgische Maßnahmen

Je nach Ausprägung der Veränderungen führen wir eine oder mehrere der folgenden Korrekturen durch, wobei wir auf die Verwendung des chirurgischen Lasers verzichten:

  • Erweiterung der Nasenlöcher (Stenotische Nares), der kollabierten Nasenvorhöfe und Entfernung der Nasenverschlussfalte
    Durch Entfernung der Plica alaris wird der Naseneingang vergrößert, damit Ihr Hund leichter Luft bekommt. Die Luft kann ungehindert in die Nase strömen.
  • Operation des Gaumensegels
    Ein zu langes oder verdicktes Gaumensegel wird schonend gekürzt, gestrafft und ausgedünnt, damit es nicht mehr in den Kehlkopf fällt.
  • Entfernung ausgestülpter Stimmtaschenfalten (Larynxventrikel)
    Verdickte und ausgestülpte Schleimhautfalten im Kehlkopfbereich werden entfernt, um den Luftstrom zu verbessern.
  • Weitere Maßnahmen
    Bei Bedarf können auch Nasenmuscheln oder korrigiert werden.

Ablauf der Operation

  • Umfassende Aufklärung: Wir Erklären den Eingriff und Besprechen gerne im Detail wie wir Vorgehen und was wir machen.
  • Gründliche Diagnostik: Vor dem Eingriff wird der Patient klinisch untersucht, geröngt und gespiegelt.
  • Schonende Narkose: Kurznasige Hunde haben ein erhöhtes Narkoserisiko, daher verwenden wir besonders schonende Anästhesieverfahren, die wir gezielt für diese OP angepasst haben und überwachen Ihr Tier engmaschig. Als Patientenbesitzer dürfen sie ihr Tier beim Einschlafen und Aufwachen begleiten.
  • Chirurgische Korrektur: In nur einer Sitzung werden die notwendigen Schritte durchgeführt. Es kommt dabei kein chirurgischer Laser zum Einsatz.
  • Aufwachphase und Nachsorge: Nach der Operation bleibt Ihr Hund bis zum vollständigem Erwachen in unserer Praxis. Noch am selben Tag werden die Tiere entlassen und am Folgetag zu Nachkontrolle wieder vorgestellt. Ruhe, Schmerztherapie und weiche Fütterung unterstützen den Heilungsprozess.

Prognose und Nachsorge

Viele Hunde zeigen schon kurz nach der Operation eine deutlich verbesserte Atmung. Je früher der Eingriff erfolgt, desto besser sind die langfristigen Ergebnisse. Wir empfehlen jedoch, dass die Tiere bei der OP mindestens ein Jahr alt sind. Eine angepasste Gewichtskontrolle, Schonung in der Heilungsphase und regelmäßige Kontrolluntersuchungen sichern den Erfolg.

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