Hund schüttelt sich

Hund schüttelt sich

Erfahren Sie hier, warum Hunde sich schütteln, und wann dies ein Problem sein kann.

Hund schüttelt sich: Normales Verhalten

Es ist ganz normal, dass Hunde sich ab und an schütteln. Insbesondere, wenn sie nass sind. Das hat jeder Hundebesitzer schon beobachtet. Der Hund schüttelt sich dann immer, um das Fell von Wasser zu befreien. Selbst, wenn sie gern baden: Danach schütteln sie sich kräftig, denn nasses Fell ist schwer, beeinträchtigt gerade bei langem Fell die Beweglichkeit und die Hunde fühlen sich trockener wohler.

Auch nach dem Wälzen am Boden (z.B. in Gras oder Sand) schütteln sich die meisten Hunde, so lösen sich Schmutz und Staub wieder aus dem Fell. Das Gleiche, wenn sie nach dem Schlafen von ihrem Schlafplatz aufstehen. In diesen Situationen hat das Schütteln des Hundes ganz einfach Komfortcharakter.

Ist der Hund z.B. überraschend in Schnee getreten, schüttelt er die Pfote. Hat er etwas in die Nase bekommen, das ihn stört, schüttelt der Hund sich oft, um den Reiz wieder loszuwerden. Das ist auch zu beobachten, wenn ein neues Geschirr angelegt wird oder der Hund einen Maulkorb tragen muss. Hier ist das Schütteln ein Versuch, dem ungewollten Ding zu entkommen.

Hunde schütteln sich häufig auch nach stressigen Situationen, um die Anspannung abzubauen, z.B. wenn sie vom Tisch des Tierarztes wieder absteigen dürfen oder nach einer unangenehmen Interaktion mit einem anderen Hund. Man bezeichnet dieses Schütteln aus Übererregung, Anspannung und Unsicherheit auch als „shake off“. Es ist, als würden die Hunde nach einer unangenehmen Situation den Stress „abschütteln“.

Mögliche krankhafte Ursachen

Der Hund schüttelt sich ständig? Dies kann krankhafte Ursachen haben:

Achtung: Nicht verwechselt werden sollte das Schütteln mit Muskelzuckungen und Krämpfen, die wiederum ganz andere Ursachen haben.

Mein Hund schüttelt sich: Wann muss ich zum Tierarzt?

Ihr Hund schüttelt sich die ganze Zeit? Das sollten Sie tierärztlich abklären lassen. 

Mehrmals täglich kann das Schütteln aber ganz normaler Teil des Wohlfühlverhaltens des Tieres sein und ist unproblematisch. Wenn Sie klar wissen, warum sich der Hund schüttelt, z.B. Aufstehen nach dem Schlafen oder das Ausschütteln von Schmutz nach dem Wälzen, ist alles in Ordnung.

Hund schüttelt sich nicht: Kein Kuriosum

Wenn ein Hund sich gar nicht mehr schüttelt, handelt es sich dabei nicht um eine kuriose Ausnahme. Stattdessen sollte überprüft werden, ob er vielleicht unter Rückenschmerzen leiden und deswegen das Schütteln vermeidet, weil es schmerzhaft ist.

Therapie

Ihr Hund schüttelt sich oft? So sollte die Ursache dafür gefunden und behoben werden. 

Gegen eine Ohrenentzündung helfen – neben Beseitigung des Auslösers (z.B. Parasiten) – die Ohrreinigung, Schmerzmittel und Entzündungshemmer. Auch Antibiotika oder Antimykotika (Mittel gegen Pilzbefall) können notwendig werden. Fremdkörper werden entfernt. Fast immer ist eine Nachbehandlung erforderlich.

Können keine körperlichen Erkrankungen als Ursache für das Schütteln festgestellt werden, muss Stress als Auslöser ebenfalls in Erwägung gezogen werden. Dazu ist es hilfreich, über einige Zeit festzuhalten, in welchen Situationen sich der Hund schüttelt. Welche Lebensumstände für einen Hund als belastend empfunden werden, ist sehr individuell. Das können lange Stunden allein zu Hause sein, während Sie arbeiten. Aber auch andere Situationen wie Kinder oder andere Haustiere kommen in Frage; die Ursachen sind sehr vielfältig. Eine Verhaltenstherapie kann neben der Beseitigung der stressenden Umstände Abhilfe schaffen.

Hund schüttelt sich: Fazit

Es gibt keine feste Zahl, wie oft sich der Hund  am Tag schütteln darf, bevor es bedenklich wird. Wenn Sie Sorgen haben, dass Ihr Hund sich zu oft schüttelt, beobachten Sie ihn genau, in welchen Situationen das Verhalten auftritt. Im Zweifel stellen Sie ihn natürlich gern einem Tierarzt vor, um beruhigt zu sein und krankhaftes Schütteln auszuschließen.

 

 

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