Hautpilze beim Haustier (Dermatophytose)

Hautpilze sind für Tiere sehr unangenehm - und sogar auf den Menschen übertragbar.

Allgemein

Dermatophyten sind Hautpilze, sie wachsen auf der Haut, auf den Haaren und auf den Krallen. Der Pilz tritt durch kleine Wunden in den Körper ein und vermehrt sich, nicht immer kommt es jedoch zum Ausbruch der Erkrankung, da das körpereigene Immunsystem den Pilz in der Regel erfolgreich bekämpfen kann.

Sogenannte Trägertiere beherbergen einen Pilz ohne jede Symptomatik und können als Überträger fungieren.

Der mit Abstand häufigste Dermatophyt bei Hund und Katze ist Microsporum canis, am zweithäufigsten tritt Trichophyton ssp. auf.

Dermatophyten sind auf andere Tiere und auch auf Menschen übertragbar!

Diagnose

Am häufigsten sind Kopf, Ohren und Gliedmaßen betroffen. Es kommt zur Haarlosigkeit, manchmal mit Rötungen, Schuppen und Krusten. Juckreiz kann auftreten.

Manche Pilzstämme sind unter speziellem Licht sichtbar, bei starkem Befall können im Mikroskop Pilzsporen entdeckt werden. Durch eine Pilzkultur (Anzüchtung) kann nach ca. 4 Wochen die Art des Pilzes differenziert werden. Auch in Hautbiopsien lassen sich Pilze nachweisen.

Therapie

Die Behandlung einer Hautpilzinfektion ist sehr aufwändig. Nicht nur das Tier, sondern alle Dinge, mit denen es Kontakt gehabt haben könnte, müssen mehrmals gründlich behandelt werden. Konkret sind dies sämtliche Gegenstände in sämtlichen Räumen (inkl. Auto!) zu denen das Tier Zugang hatte.

Wurde bei Ihrem Tier eine Pilzinfektion nachgewiesen, beraten wir Sie individuell und ausführlich zu sämtlichen Maßnahmen.

© AniCura Kleintierspezialisten Ravensburg, September 2018