Tönisvorst

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Operationen, die am Nervensystem eines Tieres durchgeführt werden, sind Teil der Neurochirugie.

Die häufigsten Indikationen für neurochirurgische Eingriffe beim Kleintier sind Bandscheibenvorfälle, an ihren Austrittsstellen aus der Wirbelsäule eingeklemmte Nervenwurzeln, Folgen von Quetschungen der Cauda equina (Kompressionssyndrom), Wirbelgleiten mit Reizung oder sogar Beschädigung des Rückenmarks und schließlich Rückenmarks- oder Gehirntumore. Wesentlich seltener muss an peripheren Nerven operiert werden. 

Harn- und Kotabsatz, Schutz vor Wundliegen, Schmerztherapie und frühestmögliche Mobilisation stellen oft Herausforderungen nach der Operation dar, die nur von einem motivierten und gut geschulten Team bewältigt werden können.

Gerade bei der Diagnostik von Gehirnerkrankungen, wie Entwicklungsstörungen, Missbildungen, Tumoren oder entzündungsbedingten Veränderungen stellt die Magnetresonanzuntersuchung (MRT) die bestmögliche Untersuchungsmethode und den Schlüssel zu einer erfolgreichen Therapie dar. Das Röntgen ist aus der diagnostischen Aufarbeitung neurologischer Patienten dennoch nicht wegzudenken. Übersichtsaufnahmen und Aufnahmen mit speziellen Lagerungstechniken werden bei fast jeder Abklärung eingesetzt.

Eingriffe am Rückenmark und an den Hirnhäuten im Schädel werden nahezu ausschließlich mikrochirurgisch, also unter Verwendung eines Operationsmikroskops, durchgeführt. Dies reduziert die bei jeder Operation unvermeidlichen Gewebstraumen und verbessert die Erholungszeiten unserer Patienten in vielen Fällen beträchtlich. Auch die speziellen auf Neurochirurgie zugeschnittenen Narkoseprotokolle und die physiotherapeutische Beratung für die postoperative Phase tragen zu einer schnelleren Rekonvaleszenz bei.

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