Die Therapie der Hüftgelenksdysplasie (HD), bzw. der Arthrose des Hüftgelenkes (Coxarthrose) stellt einen weiteren häufigen Aspekt der Orthopädie dar.

Bei jungen und sehr jungen Hunden ist in bestimmten ausgewählten Fällen eine Umstellungsosteotomie des Beckens (Double-Pelvic-Osteotomy, DPO) möglich. Auch kann manchmal ein Eingriff an der unteren Wachstumsplatte des Beckens ein Eingriff (juvenile pubische Symphysiodese) möglich sein. Durch beide Verfahren kommt es durch eine Beckenschwenkung zu einer besseren Abdeckung des Oberschenkelkopfes durch die Hüftgelenkspfanne.

In den meisten Fällen stellt aber ein künstlicher Gelenkersatz (Kunsthüfte, Totalendoprothese) die optimale Lösung der Probleme dar. Als Technik setzen wir hierbei die innovative einseitig verschraubte Prothese "Zurich Cementless" ein. 

Bei diesem Implantat kann auf den Zement (mit all seinen Nachteilen) verzichtet werden, da der Schaft an einer Knochenseite (monokortikal) mit speziellen Schrauben befestigt wird. Die Pfanne wird perfekt passend (press-fit) eingepasst und kann durch viele kleine Öffnungen mit dem umliegenden Knochen verwachsen. Bei diesem System verfügen wir über eine mehr als 10-jährige Erfahrung mit sehr guten Langzeitergebnissen.

Stand diese Technik früher nur für mittelgroße und große Hunde zur Verfügung gibt es mittlerweile auch für kleine Hunde und Katzen die entsprechenden Implantate.

Ein künstliches Hüftgelenk stellt bei sämtlichen Indikationen ein kuratives Verfahren dar und ist mit einer hohen und uneingeschränkten Lebensqualität der Tiere verbunden.

Nähere Informationen finden Sie hier: Informationsbroschüre Künstliches Hüftgelenk

Bei einer weit fortgeschrittenen Ellbogendysplasie mit hochgradig ausgeprägter Arthrose kann eine Totalendoprothese des Ellbogengelenkes notwendig werden. Das derzeit verfügbare System (TATE) stammt ebenso von der Firma Biomedtrix.