Bamberg

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Bei der „tibial plateau levelling osteotomy“ handelt es sich um eine Methode zur Behandlung der Ruptur des vorderen Kreuzbandes beim Hund. Diese Operation gehört mittlerweile zu den absoluten Routineeingriffen vieler Tierchirurgen.

Nach Ruptur des vorderen Kreuzbandes kommt es zum sogenannten „Schubladenphänomen“, bei welchem der Unterschenkel- und der Oberschenkelknochen gegeneinander verschoben werden können, das Knie wird als „instabil“ bezeichnet. Bei der „TPLO“ wird die Biomechanik des Gelenks verändert und das Gelenk hierdurch stabilisiert.

Vor der Operation

wird der sogenannte Tibia Plateauwinkel des Patienten gemessen. Bei den meisten Hunden liegt dieser bei ca. 25°. Ziel der Operation ist es, diesen Winkel auf ca. 6° zu korrigieren. Biomechanische Studien haben gezeigt, dass es dadurch zu einer Stabilisierung des Kniegelenks nach einem Kreuzbandriss kommt.

Ablauf der TPLO-Operation

Bei der Operation wird ein radiärer Schnitt mit einer speziellen Säge durch den Unterschenkelknochen vorgenommen. Das Fragment wird gemäß der vorher gemessenen Werte um eine bestimmte Anzahl an Millimetern gedreht und mit einer Platte befestigt. Hierdurch wird der Tibia Plateauwinkel auf den geplanten Wert reduziert.

Die Platten und Sägen gibt es mittlerweile in allen Größen, sodass auch kleine Hunde von der Operationsmethode profitieren können.

Nach der Operation des Kreuzbandrisses

ist es wichtig, Ihrem Hund Zeit zur vollständigen Knochenheilung zu geben. Der Chirurg wird ihm absoluten Leinenzwang für die ersten 6 Wochen verordnen. In den ersten 4 Wochen sollte der Hund nur sehr kurze Strecken langsam spazieren gehen. Ab der 5. Woche wird die Belastung wochenweise und langsam gesteigert. Nach 6 – 8 Wochen erfolgt in der Regel ein Kontrollröntgen. Ziel ist es, dass Ihr Hund 12 Wochen nach der Operation wieder komplett normal belasten kann. Auch eine Rückkehr in den Sport oder den Dienst ist nach dieser Operationsmethode möglich.

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