Ohrspülung und Video-Otoskopie

Mayen

Römerstr. 75 56727 Mayen
Wegbeschreibung +49 2651 4517

Video-Otoskopie

Bei einer Video-Otoskopie, wird mit Hilfe einer kleinen Optik mit integrierter Kamera in den Gehörgang eingegangen. Mittels einer Vergrößerung auf einem Bildschirm kann der Gehörkanal, das Trommelfell und z.T. die Mittelohrhöhle deutlicher und akkurater dargestellt werden als beispielsweise mit einem Standard-Otoskop.

Es besteht teilweise die Möglichkeit eine Aufzeichnung vom Eingriff zu machen, um pathologische Veränderungen beispielsweise nochmals zu diskutieren oder Ihnen zu zeigen und damit verständlicher zu machen. Neben der Optik gibt es Arbeitskanäle, durch die verschiedene Instrumente in den Gehörgang eingebracht werden können, z.B. Zangen und Bürsten oder etwa ein Schlauch für Ohrspülungen. Ohrspülungen sind ein häufiger Grund für eine Video-Otoskopie. 

Ohrspülung

Ohrspülungen werden aus verschiedenen Gründen bei Hund oder Katze durchgeführt, am häufigsten jedoch wegen chronisch-wiederkehrender Ohrerkrankungen und /oder Tumoren.

Mit einer Ohrspülung können Entzündungssekrete und übermäßiges Ohrschmalz beseitigt werden. Beides muss für eine erfolgreiche Therapie des Gehörgangs vollständig entfernt werden, damit Medikamente ihren Wirkort, nämlich die Oberfläche des Gehörgangs, erreichen können.

Bei defektem Trommelfell kann zudem Sekret aus dem Mittelohr herausgespült werden, um dort gezielt Medikamente zu platzieren.

Die video-otoskopische Ohrspülung ist bei Ohrerkrankungen Kernstück der Diagnostik und Therapie in einem.

Sie wird stets unter allgemeiner Narkose durchgeführt. Hierzu sollte der Hund nüchtern sein.

Da das Ohr sehr schmerzempfindlich ist, wird während und nach der Spülung ein Schmerzmittel verabreicht. Im Vorfeld wird häufig mit Entzündungshemmern wie Kortison therapiert, um einen durch Entzündung verengten Gehörgang bis zur Ohrspülung zum Abschwellen zu bringen. Nach der Ohrspülung bekommen Sie einen weiteren detailierten Behandlungsplan mit.

In jedem Fall sollten Sie sich exakt an den Therapievorschlag des Tierarztes halten und die erste Nachkontrolle nach 10 Tagen wahrnehmen. Denn dann kann der Erfolg des Eingriffs bewertet und die Therapie gegebenenfalls angeglichen werden. 

© AniCura, Dr. Monika Linek