In der Tiermedizin werden, wie auch in der Humanmedizin, verschiedene Formen der Anästhesie sowie die Sedation unterschieden.

Hamburg

Rodigallee 85 22043 Hamburg
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Wir legen gesteigerten Wert auf sichere Narkosen. Schließlich hat eine Operation nur Erfolg, wenn die Narkose gut überstanden wird. Folgende Sicherheitsmaßnahmen und technische Überwachungsgeräte stehen uns zur Verfügung.

  • Präoperative kardiologische Diagnostik (Untersuchung auf Narkosefähigkeit)
  • Inhalationsnarkose (Sevofluran/Isofluran)
  • Narkose-Monitor (EKG, Pulsoximetrie, Kapnographie, Temperatur-, Pulskurve)
  • Wärmekissen
  • Direkter Sauerstoff-flush
  • Maschinelle Beatmung
  • Gutes Personal

Sedation

Eine Sedation beschreibt die Dämpfung von Funktionen des zentralen Nervensystems durch ein Beruhigungsmittel. Der Übergang zur Allgemeinanästhesie ist allerdings fließend und hängt Großteils von der verabreichten Dosis ab. Je nach verwendetem Beruhigungsmittel kann auch eine Sedierung eine große Belastung von Herz und Kreislauf darstellen. Die Verabreichung von Sauerstoff sollte unbedingt erwogen werden.

Allgemeinanästhesie (Vollnarkose)

Die Narkose ist ein tiefschlafähnlicher Zustand, bei dem das Bewusstsein ausgeschaltet und die Schmerzempfindung unterdrückt ist. Dieser Zustand wird während des gesamten Eingriffs durch Gabe von Betäubungs- und Schmerzmittel aufrechterhalten. Aus diesem Zustand ist das Tier auch durch starke Reize, zum Beispiel durch einen chirurgischen Hausschnitt, nicht erweckbar. Ein Anästhesist überwacht und steuert die Körperfunktionen und den Schlafzustand des Tieres während der gesamten Operation.
Nach der Injektion eines Schmerz- und Beruhigungsmittel wird die Narkose mit einem schnell wirksamen Anästhesie-Medikament eingeleitet und dann auf unterschiedliche Art weitergeführt:

Sobald das Tier schläft, werden für die Sicherung des Atemweges unterschiedliche Methoden verwendet:

Nach dem Eingriff wird Ihr Tier im Aufwachraum so lange überwacht, bis es ausreichend wach ist und alle Körperfunktionen stabil sind. Gelegentlich kann eine Überwachung und Betreuung auf einer Intensivstation erforderlich sein. Die Patienten bekommen nach der Operation ausreichend Infusionen und Schmerzmittel verabreicht und werden warmgehalten.

Lokalanästhesie

Um die Anästhesietiefe verringern zu können und damit den Kreislauf zu schonen sowie um eine bessere Schmerzausschaltung gewährleisten zu können, werden verschiedene lokalanästhetische Techniken angewendet.

© Dr. Christoph Peterbauer, Diplomate ECVAA, AniCura Tierklinik Hollabrunn, Oktober 2016