Haßloch/Pfalz

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Die Retina (Netzhaut) im hinteren Anteil des Auges ist mit ihren Nervenzellen (Stäbchen und Zapfen) für das Sehen verantwortlich. Sie wird von dem Glaskörper in Position gehalten. Bei krankhaften Veränderungen des Glaskörpers kann es zu einer Ablösung der Netzhaut und nachfolgender Blindheit kommen. Um diesem Vorgang vorzubeugen, empfiehlt sich eine sog. prophylaktische Retinopexie.

Was passiert bei einer Retinopexie?

Eine Retinopexie wird mittels Laser durchgeführt. Der Laserstrahl zielt durch die Hornhaut, Pupille, Linse und Glaskörper auf die Netzhaut. Ein chirurgisches Eröffnen des Auges ist dabei nicht erforderlich.

Bei welchen Erkrankungen / Zuständen empfiehlt sich eine Retinopexie?

Typischerweise wird die prophylaktische Retinopexie 4-6 Wochen nach der Entfernung einer Linse (bei Linsenverlagerung/Linsenluxation) durchgeführt. Veränderungen des Glasköpers (Verflüssigungen oder Fehlbildungen, Glaskörperdysplasie z.B. beim Jack Russell Terrier), können zu einer Netzhautablösung führen. Hier ist diese Operation sinnvoll, um das Sehvermögen zu erhalten. Bei angeborenen Fehlbildungen wie der Collie Eye Anomalie (CEA) kann auch eine teilweise (partielle) Anheftung der Netzhaut hilfreich sein.

Wie ist der Ablauf der Operation?

Da ihr Hund eine Vollnarkose für den Eingriff benötigt, ist es wichtig, dass er vor dem Eingriff 12 h ohne feste Nahrung bleibt. Sollten Sie pupillenverengende Augentropfen verabreichen, müssen diese i.d.R. 12-24 h vor OP abgesetzt werden. Ihr Tierarzt wird Sie hierüber informieren.

Gibt es Komplikationen?

Komplikationen sind bei der OP nicht zu erwarten. Das übliche Narkoserisiko  einer Operation bleibt natürlich. Die Operation wird sorgfältig geplant und durchgeführt. Nach unserer Erfahrung wird hierdurch einer Ablösung in gut 80% der Fällen wirksam vorgebeugt.

Wie sieht die Nachbehandlung aus?

Eine Kontrolle unsererseits erfolgt ca. 5 Tage nach dem Eingriff. In diesem Zeitraum verabreichen Sie antibiotische Augentropfen und entzündungshemmende Tabletten. Das Tragen eines Halskragens ist nicht nötig.

© AniCura, Teresa Keiditsch