Wenn Ihr Tier eine Lahmheit zeigt, wird Ihr Tierarzt es orthopädisch untersuchen.

Augsburg (Klinkerberg)

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Eine komplette orthopädische Untersuchung beinhaltet zunächst die Begutachtung des Gangbildes ihres Tieres. Hierzu wird Ihr Tierarzt Sie ggf. nach draußen bitten, damit er Ihr Tier auf einer längeren Strecke und oftmals auch im Trab laufen sieht. Gerade bei leichtgradigen Lahmheiten sieht man oft erst bei schnelleren Gangarten auf welchem Bein das Tier wirklich lahmt. Sollte die Lahmheit nur ab und an auftreten, wäre es von Vorteil, wenn Sie Ihren Hund während der Lahmheitsphase aus verschiedenen Blickwinkeln filmen und die Videoaufnahmen zur Untersuchung mitbringen könnten.

Im Anschluss wird eine orthopädische Untersuchung im Stand durchgeführt. Man beginnt in der Regel  mit der gesunden Gliedmaße, um besser beurteilen zu können, wie die normale Reaktion Ihres Hundes aussieht. Dies dient der Vermeidung von Fehlinterpretationen, da sich z.B. viele Hunde ungern an den Pfoten anfassen lassen, und dadurch leicht fälschlicherweise der Eindruck einer Schmerzhaftigkeit entstehen kann, sofern man nicht vorher das gesunde Bein untersucht hat.

Bei der orthopädischen Untersuchung werden die Knochen kontrolliert und alle Gelenke durchtastet und in alle Richtungen bewegt.  Es werden auch spezielle Bewegungen (z. B. „Schubladentest“ am Kniegelenk) ausgeführt, die dem Tierarzt zusätzliche Informationen geben. Auch wird auf Schwellungen, Schmerzreaktionen und Geräusche (sogenannten „Krepitus“) im Bereich der Gelenke geachtet.

Manchmal ist es nötig, das Tier in Seitenlage zu untersuchen. Hier erhält man weitere Informationen, weil die Tiere ihre Muskulatur entspannen und dadurch die Gelenke besser beweglich werden.

Oft wird Ihr Tierarzt auch eine neurologische Untersuchung durchführen, um sicherzugehen, dass die Erkrankung orthopädischer und nicht neurologischer Natur ist.

Gegebenenfalls wird Ihr Tierarzt Ihr Tier an einen Spezialisten für Orthopädie überweisen.

© AniCura, Dr. Riccarda Schünemann