Zwergschnauzer

Trotz seiner geringen Größe hat der Zwergschnauzer sehr viel Charakter. Liebevoll, fröhlich und kooperativ – er ist ein charmanter kleiner Gentleman. Diese Rasse eignet sich sehr gut als Begleithund und passt zu aktiven Familien.

Kurze Fakten

Hintergrund

Der Zwergschnauzer kommt aus Deutschland und war ursprünglich ein Bauernhofhund, der Ratten oder andere Nagetiere jagen sollte. In Deutschland wollte man gerne eine kleinere Version des Standard-Schnauzers haben, da er manchmal zu groß und wegen des benötigten Futters anspruchsvoll im Unterhalt war. Ein Zwerghund, unserem heutigen Zwergschnauzer sehr ähnlich, tauchte im späten 18. Jahrhundert bei Frankfurt am Main auf. Damals wurde er allerdings „Drahthaariger Pinscher“ genannt. Etwas später entstand die Rasse, die wir heute kennen, entwickelt aus einer Kreuzung aus kleinen Schnauzern und Zwergpinschern.

In seinen frühen Tagen konnte man Schnauzer in fast allen Größen und Farben finden, heute ist ihr Aussehen limitiert. Er ist nun auch sehr viel mehr als nur ein Rattenjäger. Der Zwergschnauzer ist ein großartiger Hund, der zu vielen verschiedenen Familien passt, entweder als Begleiter bei verschiedenen Alltagsaktivitäten oder als Teilnehmer bei Hundesportarten.

 

Temperament

Der Zwergschnauzer ist ein kleiner Hund mit einer großen Persönlichkeit. Er ist loyal, lebhaft, clever, liebevoll und fröhlich. Die Kombination aus Gelassenheit und Lebhaftigkeit sorgt dafür, dass er sich gut an verschiedene Situationen und Familien anpassen kann. Für alle, die einen Begleiter möchten, der leicht zu trainieren, aufmerksam und neugierig ist, ist diese Rasse einfach perfekt. Manchmal scheint es, als würde dieser Hund nie ermüden, denn er ist beim Spielen sehr ausdauernd und lebhaft. Aber er freut sich auch über Pausen im Haus und ist dann gerne in der Nähe seiner Familie. Apropos Familie: Der Zwergschnauzer liebt seine Menschen und will sie beschützen. Das bedeutet auch, dass er Fremden gegenüber misstrauisch sein kann – zumindest bis Sie ihm zeigen, dass es sich um einen Freund handelt.

 

Level an Aktivität

Diese Rasse ist alles andere als faul. Sie verbrennt reichlich Energie durch Rennen und Buddeln. Trotz der geringen Größe hat der Zwergschnauzer viel Energie und braucht abwechslungsreiche Aktivitäten und Bewegung. Bei Langeweile wird er unglücklich und übellaunig. Da die Rasse sehr flexibel und gerne aktiv ist, passt sie zu vielen Familien – so lange die Hunde nur ihre Energie rauslassen können.

Durch seine Intelligenz, sein Energielevel und seine Lernfähigkeit schneidet der Zwergschnauzer gut bei verschiedenen Hundesportarten ab, wie etwa Agility und Gehorsamkeit. Wenn Sie also Interesse an Hundesport haben, macht Ihr Zwergschnauzer wahrscheinlich gerne mit.

 

Fellpflege

Da der Zwergschnauzer nur wenige Haare verliert, braucht sein Fell nicht viel Pflege. Allerdings sollte das Fell mindestens viermal pro Jahr geschnitten werden, damit es weiterhin Schmutz und Feuchtigkeit abweist. Manche Besitzer*innen lernen, wie sie das Fell zu Hause schneiden müssen, andere bringen ihren Liebling zu einem professionellen Hundefriseur. Schnauzer haben ein Doppelfell – eine dicke Unterwolle und drahtiges Deckhaar. Das Fell sollte ein paar Mal die Woche gebürstet werden, um es in einem guten Zustand zu halten und Verfilzungen zu vermeiden. Das ist besonders bei den längeren Haaren im Gesicht und an den Beinen wichtig. Nutzen Sie einen Wollkamm, um die ausgefallenen Haare der Unterwolle, die sich gerne im Deckhaar verfangen, zu entfernen. Überprüfen Sie auch die Achseln, denn dort entstehen besonders häufig Verfilzungen. Wenn das Fell gut gepflegt wird, verliert die Rasse sehr wenige Haare.

 

Training

Der Zwergschnauzer hat einen ausgeprägten Jagdinstinkt, der kontinuierliches Training erfordert. Gleichzeitig ist die Rasse durch ihre hohe Intelligenz sehr leicht zu trainieren. Zwergschnauzer sind gute Wachhunde, was bedeutet, dass sie bellen und recht laut sein können. Sie können versuchen, Ihrem Hund beizubringen, nicht zu bellen, wenn es an der Tür klingelt, aber Sie werden schnell feststellen, dass das Bellen seiner Natur entspricht.

Wie jeder Hund braucht die Rasse eine frühe Sozialisierung, das heißt, Sie sollten Ihren Hund schon in jungem Alter an verschiedene Menschen, Erfahrungen und Geräusche gewöhnen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Welpe zu einem wohlerzogenen Hund wird.

 

Größe und Gewicht

Zwergschnauzer sind recht kleine Hunde, die meist eine Größe von 30–35 cm erreichen. Ihr Gewicht variiert zwischen 4 und 8 kg.

 

Farben

Es gibt vier Farben bzw. Farbkombinatione: Schwarz, Weiß, Pfeffer/Salz und Schwarz/Silbern.

 

Besonderheiten der Rasse

Diese Rasse verliert nicht viele Haare, wenn das Fell gut gepflegt wird.

Der Zwergschnauzer versteht sich generell gut mit Kindern und anderen Hunden, sollte aber durch seinen Hintergrund (Einsatz bei der Rattenjagd) nicht mit kleinen Tieren allein gelassen werden.

 

Erbkrankheiten

Zwergschnauzer sind im Allgemeinen gesund, sind aber wie alle Rassen anfällig für bestimmte Erbkrankheiten. Dabei kann es sich um PRA (Progressive Retinaatrophie), Spondylokostale Dysostose (SCD), Müller-Gang-Persistenzsyndrom (PMDS), Degenerative Myelopathie (DM) und Keratoconjunctivitis sicca (KCS) handeln.

 

Futter

Eine gute Ernährung ist der Schlüssel zu einem gesunden und glücklichen Leben. Die Futtermenge hängt von der Größe, dem Alter, dem Zustand und dem Level an Aktivität des Hundes ab. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund qualitativ hochwertiges Futter erhält, angemessen gefüttert wird und sich genug bewegt. Sonst kann es schnell zu Übergewicht kommen.

 

Typ

Begleit- und Wachhund

 

Fünf Fakten über Zwergschnauzer

  1. Dieser kleine Hund kommt aus Deutschland, wo er als Bauernhofhund und Rattenjäger gezüchtet wurde.
  2. Die Tatsache, dass die Hunde nur wenige Haare verlieren, bedeutet nicht, dass komplett auf die Fellpflege verzichtet werden kann. Sie erfordert regelmäßig Einsatz von Ihnen.
  3. Die aufmerksamen Hunde mögen verschiedene Aktivitäten und haben viel Ausdauer. Bei Langeweile wird er unglücklich und übellaunig.
  4. Wenn Sie einen guten Wachhund suchen, sollten Sie sich für einen Zwergschnauzer entscheiden. Denken Sie aber daran, dass sein Beschützerinstinkt auch einiges an Bellen und Abwehrverhalten bedeutet.
  5. Seien Sie auf einen vierbeinigen Freund vorbereitet, der gerne im Zentrum des Geschehens steht und viel Aufmerksamkeit benötigt.