Yorkshire Terrier

Dieser vierbeinige Freund ist bekannt für sein schönes Fell. Er ist als Toy-Hund klassifiziert, aber in seiner Persönlichkeit ist er ein reiner Terrier. Yorkshire Terrier sind clever, neugierig und spielen gerne. Sie sind aber auch dafür bekannt, viel zu bellen. Wenn er gut trainiert ist, rollt sich der Yorkshire Terrier auch gerne am Abend auf Ihrem Schoß zusammen.

Kurze Fakten

Hintergrund

Der Yorkshire Terrier, auch „Yorkie“ genannt, kommt ursprünglich aus der englischen Region Yorkshire. Mitte des 19. Jahrhunderts kamen Weber aus Schottland auf der Suche nach Arbeit nach Yorkshire und brachten verschiedene Varianten kleiner Terrier mit. Es gibt keine genauen Aufzeichnungen darüber, welche Rassen an der Zucht des Yorkies beteiligt waren. Doch aufgrund seines Aussehens geht man davon aus, dass Clydesdale, Paisley und Skye Terrier zu seinen Vorfahren gehören.

Yorkshire Terrier wurden ursprünglich gezüchtet, um während der Industriellen Revolution in den Mühlen und Minen von Yorkshire Ratten zu fangen. Denn wegen ihrer geringen Größe waren sie dazu besonders geeignet. Als sie mehr und mehr zum Begleithund wurden, wurden sie auch zum beliebten Schoßhund für englische Ladys im späten Viktorianischen Zeitalter. Ursprünglich gehörten sie jedoch zu Angehörigen der Arbeiterklasse.

 

Temperament

Klein, aber eine große Persönlichkeit: Der Yorkshire Terrier ist aktiv, clever, neugierig, er liebt Aufmerksamkeit und hat einen starken Beschützerinstinkt. Der Yorkie ist sowohl stur als auch unterhaltsam, und er ist liebevoll seiner Familie gegenüber. Entsprechend seinem Terrier-Erbe sind Yorkies misstrauisch gegenüber Fremden und zu wenig sozialisierte Hunde bellen fremde Geräusche oder Menschen an.

 

Level an Aktivität

Auch kleine Hunde brauchen Training, um gesund zu bleiben, sowohl mental als auch physisch. Wie die meisten Terrier ist der Yorkie ein lebhafter Begleiter im kleinen Format. Auch wenn ihr Vollzeitjob als Rattenfänger in den Minen schon viele Jahre zurückliegt, haben die meisten dieser Hunde noch immer einen starken Drang, zu jagen, zu spielen und ihre Muskeln einzusetzen.

Yorkies profitieren von moderater Bewegung, wie etwa langen Spaziergängen, oder wenn sie einem Tennisball im Garten nachjagen. Auch die Teilnahme an Hundesportarten wie Gehorsamkeit oder Agility hält Ihren Yorkie gesund, während sie gleichzeitig den Verstand Ihres Hundes fordern.

 

Fellpflege

Das Fell des Yorkshire Terriers ist lang, seidig und komplett glatt. Das Fell ähnelt dem Haar von Menschen und sollte dementsprechend gepflegt werden. Wenn das Fell die Länge hat, die Showhunde tragen, braucht es extrem viel Pflege und muss täglich gebürstet werden. Aber auch wenn Sie das Fell des Yorkies kurz halten, ist es wichtig, Ihren Hund regelmäßig zu bürsten, um ihn sauber zu halten. Die Haare oben auf dem Kopf sollten kurz geschnitten oder zusammengebunden werden, um eine Irritation der Augen zu vermeiden. Yorkies verlieren jedoch nur wenig Haare, sodass sie für Menschen mit Allergien potenziell weniger problematisch sind. Trainieren Sie Ihren Hund von einem jungen Alter an, sich bürsten zu lassen, am besten ab dem Tag, an dem Ihr Welpe bei Ihnen einzieht.

 

Training

Der Yorkie sollte von einem jungen Alter an mit verschiedenen Situationen, Menschen und anderen Hunden sozialisiert werden. Bringen Sie Ihren Hund langsam in neue Situationen und immer in einer ruhigen und positiven Atmosphäre. Die Rasse liebt ihre Besitzer und will sie gerne zufriedenstellen. Zudem sind die Hunde sehr intelligent. Die meisten Yorkies reagieren gut auf Training, denn sie mögen die Aufmerksamkeit, die sie für erlernte Tricks bekommen. Trotz ihrer kleinen Größe können Yorkies problemlos am Hundesport teilnehmen und sind besonders in den Disziplinen Rally, Agility und Gehorsamkeit erfolgreich.

 

Größe und Gewicht

Yorkies sind in ihrer Größe nicht einheitlich. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn ein einziger Wurf verschieden große Hunde enthält. Was Sie allerdings erwarten können, ist eine Größe von 15–25 cm und ein Gewicht von 2–4 kg für einen ausgewachsenen Yorkie.

 

Farbe

Der Yorkshire Terrier ist eine langhaarige Rasse, die keine Unterwolle hat. Für diese Rasse gibt es nur vier Farben: Blau, Schwarz, Golden und Braun. Welpen werden schwarz geboren und das blaue und braune Fell entwickelt sich nach und nach, normalerweise, wenn sie ein Jahr alt sind.

 

Besonderheiten der Rasse

Der Yorkie eignet sich nicht gut für Familien mit kleinen Kindern, denn durch seine geringe Größe besteht die Gefahr von Verletzungen. Aber als Begleiter und Freund ist er für ältere Kinder und Erwachsene ein praktischer Hund, denn man kann ihn sogar bei sich tragen.

 

Erbkrankheiten

Die meisten Yorkies leben lange und gesund, aber einige Erkrankungen treten bei den Hunden häufiger auf. Wie alle kleinen Hunde sind sie anfällig für Patellaluxation. Bei dieser Erkrankung verrutscht die Kniescheibe, was sehr schmerzhaft ist. Diese Hunde neigen auch zu Augenproblemen, Zahnproblemen, Hypothyreose und zur Legg-Calvé-Perthes-Krankheit. Außerdem ist ein Toy-Hund wie der Yorkie anfälliger für Verletzungen durch Stürze, andere Hunde und das Ungeschick von Menschen.

 

Futter

Die richtige Menge an Futter variiert mit verschiedenen Futterarten. Ein sehr aktiver Hund braucht mehr Futter als eine Couch-Potato. Halten Sie Ihren Hund in Form, indem Sie die Futtermenge anpassen und ihn zweimal pro Tag füttern, anstatt das Futter dauerhaft in Näpfen stehen zu lassen.  

 

Typ

Toy-Hund

 

Fünf Fakten über den Yorkshire Terrier

  1. Yorkshire Terrier wurden ursprünglich gezüchtet, um während der Industriellen Revolution in den Mühlen und Minen von Yorkshire Ratten zu fangen.
  2. Yorkshire Terrier mögen kein kaltes Wetter und frieren schnell, besonders wenn ihr Fell feucht ist oder sie durch feuchte Gebiete laufen.
  3. Manche Yorkshire Terrier bellen sehr viel und bei jedem Geräusch, das sie hören. Daher ist ein frühes und konsequentes Training sinnvoll.
  4. Trotz ihres Toy-Status mögen diese Hunde Geschwindigkeit, Action und viel Applaus. Sportarten wie Agility oder Rally sind perfekt für sie.
  5. Die Rasse ist wahrscheinlich einer der ersten Therapie-Hunde. Sie kamen während des Zweiten Weltkriegs bei verwundeten Soldaten in den Krankenhäusern zum Einsatz.