Zahnreplantation und Zahntransplantation

Zahnluxationen

Zahnluxationen entstehen häufig nach Beißereien zwischen zwei Hunden, Unfällen oder Stürzen. Reagiert der Tierhalter schnell, besteht die Chance der Wiederherstellung des Originalzustands, sofern die Versorgung der Pulpa nicht unterbrochen worden ist. Die Zähne werden nach vorsichtiger Reinigung reponiert und für 3 Wochen fixiert. In dieser Zeit reinseriert das Periodontalligament und heilt der Alveolarknochen. Um eine Ankylosierung zu vermeiden, wird die Fixation dann entfernt und der Zahn geschont. Die Wiederherstellung ist vollständig und dauerhaft.

Ausgerissene Zähne

Wird der Zahn vollständig ausgerissen so wird die Gefäß- und Nervenversorgung des Zahnes irreparabel zerstört. Der Zahn kann aber wieder eingesetzt werden. Die Krone wird zur Konservierung des Zahnes in eine Arbeitshalterung eingespannt, die Wurzelspitze anschließend verschlossen. Während der Aufbereitung der Alveole wird der Zahn in antibiotischer Lösung zwischengelagert. Nach dem Wiedereinsetzen wird der Zahn gut befestigt. Er heilt innerhalb von 3 Wochen ein. Die bislang in der Klinik replantierten Zähne hatten Standzeiten von mehreren Jahren.

Zahntransplantation

Wegen der hohen Druckbelastung von bis zu 700 kg werden Kronen auf frakturierten Zähnen nur mit 2/3 der ursprünglichen Länge ausgeführt. Außerdem halten bislang nur Stahlkronen der Dauerbelastung lang genug stand. So würde eine Zahntransplantation die Gebissfunktion deutlich besser wiederherstellen. Transplantationszähne werden wie ausgerissene Zähne präpariert. Leider ist die Präparation des Periodontiums noch nicht optimal möglich, weil die Antigenität des Periodontalligamentes des Spenderzahnes trotz verschiedener Konservierungslösungen bei manchen Patienten noch zur Abstoßungsreaktion führt.

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