Erkrankungen am Herzen betreffen Hunde und Katzen gleichermaßen. Eine frühzeitige Diagnose und individuell abgestimmte Therapiemaßnahmen steigern die Lebensqualität vieler Patienten.

Ravensburg

Zuppingerstr. 10/1 88213 Ravensburg
Wegbeschreibung +49 751 791 257 0

Die Kardiologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Es gibt angeborene Herzerkrankungen, die von Geburt an vorhanden sind (z.B. persistierender Ductus arteriosus, Aortenstenose, Ventrikelseptumdefekt) und erworbene Herzerkrankungen, die sich erst im Lauf des Lebens entwickeln (z.B. Herzklappenendokardiose, Kardiomyopathien). Herzrhythmusstörungen sind Folge von Störungen im Reizbildungs- oder im Erregungsleitungssystem des Herzens. Dabei wird unterschieden zwischen primären Arrhythmien, deren Ursache im Herzen selbst zu suchen ist und sekundären Rhythmusstörungen, die als Folge von extrakardialen Erkrankungen auftreten.

Mit einer kardiologischen Untersuchung werden folgende Ziele verfolgt:

Eine frühzeitige Diagnose und Therapie verlängert zum einen die Überlebenszeit, verbessert zum anderen aber auch die Lebensqualität des Patienten.

Grundlage für die speziellen kardiologischen Untersuchungsverfahren sind ein ausführliches Gespräch mit dem Besitzer über die Vorgeschichte sowie eine klinische Untersuchung des Patienten einschließlich Auskultation von Herz und Lunge (Abhören mit einem Stethoskop).

Die Röntgenuntersuchung des Brustkorbes vermittelt einen ersten Eindruck von der Herzgröße, die aber stark von der Rasse, der Lagerung und der Atemphase abhängig ist. Sie bietet Aufschluss über den Grad von kardial bedingten Stauungen in der Lunge und in der Bauchhöhle sowie über nicht kardiale Ursachen bei Beschwerden, die denen einer Herzerkrankung ähneln. Es können die Lungenzeichnung, die Form und der Verlauf der Luftröhre, das Zwerchfell und die Speiseröhre beurteilt werden. Die Untersuchung dauert in der Regel nur wenige Minuten.

Röntgen Kardio

Brustkorb eines Hundes: Herz stark vergrößert (Kardiomegalie)

In ausgewählten Fällen kann es sinnvoll eine Blutprobe auf bestimmte Biomarker (Troponin I, NT-proBNP) zu untersuchen.

Therapie

Die Therapie von Herzerkrankungen ist sehr vielfältig und abhängig von der Grunderkrankung und dem Grad bzw. Stadium der Erkrankung.

Nicht jede Herzerkrankung ist therapiebedürftig.

Nur mit einer gründlichen und vollständigen Diagnostik kann man das Stadium der Herzerkrankung, die Therapiebedürftigkeit und die optimale Therapie ermitteln.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich, ob mein Hund an einer Herzerkrankung leidet?

Viele herzkranke Hunde fallen durch Leistungsschwäche, schnellere Atmung, vermehrtes Hecheln und reduzierten Appetit, manchmal auch durch Ohnmachtsanfälle auf. Seltener werden Hunde mit fortgeschrittenen Symptomen wie Atemnot, bläuliche Zunge, Husten und Bauchwassersucht vorgestellt.

Wie erkenne ich, ob mein Hund an einer Herzerkrankung leidet?

Katzen werden verhältnismäßig oft mit Atemnot zum Tierarzt gebracht. Das liegt daran, dass sie die Erkrankung lange Zeit kompensieren und erst im Endstadium Symptome einer Herzerkrankung zeigen. Manchmal zeigen Katzen auch Hecheln als Ausdruck einer Herzerkrankung, während Husten bei Katzen fast nie eine kardiale Ursache hat.

 

Ihre Ansprechpartnerin in allen kardiologischen Fragen ist Dr. Nicole Dorn.

Ravensburg

Zuppingerstr. 10/1 88213 Ravensburg
Wegbeschreibung +49 751 791 257 0