Durchfall und Erbrechen

Erbrechen

Bis zu einem gewissen Grad stellt Erbrechen bei Hunden (und Katzen) kein Krankheitszeichen dar, sondern gehört zum normalen Verhalten von Fleischfressern. Das Erbrochene wird oft wieder aufgefressen – zum Entsetzen des Tierhalters.

Erbricht das Tier jedoch mehrmals hintereinander und heftig oder blutig, ist matt oder zeigt andere Krankheitszeichen kann dies auch auf eine ernste Erkrankung hinweisen. Magengeschwüre, Schleimhautentzündungen, Darmverschluss, Nierenversagen oder auch Vergiftungen können zu Erbrechen führen. In solchen Fällen sollte das Tier gründlich vom Tierarzt untersucht werden.

 

Durchfall

Durchfall kann viele Ursachen haben. Oft sind es Infektionen mit Viren, Bakterien, Einzellern oder Parasiten, z.B. Würmern. Aber auch Fütterungsfehler, Erkrankungen von Leber, Bauchspeicheldrüse und Niere, Vergiftungen, Futtermittelunverträglichkeiten oder Tumoren können Auslöser von Durchfall sein.

Bei akutem Durchfall sollte mindestens einen Tag lang nichts mehr gefüttert werden. Wasser sollte öfters in kleinen Mengen aufgenommen werden. Geht es dem Tier wieder sichtbar besser, kann vorsichtig angefüttert werden mit leicht verdaulichem, fettarmem Futter (Schonkost, z. B. Gekochtes Huhn mit Reis, Hüttenkäse).

Leidet das Tier unter starkem Durchfall, Erbrechen, Mattigkeit und Appetitlosigkeit, sollte umgehend ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. Es besteht die Gefahr des Austrocknens. Besonders gefährdet sind Jungtiere, bei denen nicht zu lange mit einem Tierarztbesuch gewartet werden darf. Mit Elektrolytlösungen, die notfalls als Infusion gegeben werden, kann der Mineralstoff- und Wasserhaushalt des Tieres ausgeglichen werden. Der Tierarzt kann Medikamente zur Beruhigung der Darmperistaltik und zur Wiederherstellung der Darmflora geben.

Bei Infektionen mit Krankheitskeimen können entsprechende Maßnahmen (wie beispielsweise die Gabe von Antibiotika) ergriffen werden. Um eine Infektion mit den Erregern für Leptospirose, Parvovirose oder Staupe, die alle mit Durchfall einhergehen, zu verhindern, schon im Welpenalter mit dem Impfschutz beginnen. Jungtiere sind besonders gefährdet.

Um Infektionen z.B. mit Salmonellen vorzubeugen, kein rohes Fleisch verfüttern. Das gilt besonders für den Urlaub in südlichen Ländern.