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Kardiologie


Die Kardiologie, die Lehre der Herzkrankheiten, stellt ein spezielles Untergebiet der Inneren Medizin dar.

Die kardiologische Abteilung in unserer Klinik wird von Dr. Claudia Schwedes Dipl. ECIVM-CA, Zusatzbezeichnung Kleintierkardiologie, betreut. Die Kardiologie stützt sich auf verschiedene Untersuchungsverfahren. Neben der speziellen kardiologischen Untersuchung dienen das Röntgen, die Elektrokardiographie (EKG), die Echokardiographie (Ultraschall), und die Dopplersonographie incl. Farbdoppleruntersuchung der genaueren Abklärung des Falles.

Unser Leistungsspektrum:

  • Röntgen
  • EKG
  • 24-Stunden-Langzeit-EKG (Holter-EKG)
  • Telemetrie (Wireless EKG Erfassung zur Überwachung von stationären Patienten)
  • Herzultraschall incl. Dopplersonographie
  • Blutdruckmessung
  • Zuchtuntersuchungen bei Hund und Katze (Frau Wiedemann)
  • Pericardiozentese (Therapie des Herzbeutelergusses)
  • Intensivmedizinische Betreuung von Herzpatienten (schwere Arrhythmien, Herzversagen)

Röntgen

Das Röntgen dient in der Kardiologie einerseits dazu, das Herz und die großen Blutgefäße darzustellen, andererseits jedoch auch, um die Lunge und den Brustraum zu untersuchen, die häufig bei Herzerkrankungen ebenfalls beteiligt und verändert sind.

EKG

Das EKG ist eines der bekanntesten Hilfsmittel in der kardiologischen Diagnostik und wird wie beim Menschen auch in der Tiermedizin häufig eingesetzt. Die Ableitung eines Routine-EKGs dauert nur wenige Minuten und macht die Herzströme sichtbar. Das EKG ist besonders zur Diagnose von Herzrhythmusstörungen und zur Überwachung von Intensivpatienten geeignet.

24-Stunden-EKG (Holter-EKG)

Das 24-Stunden-EKG (Holter-EKG) erlaubt die Aufzeichnung des EKGs über einen längeren Zeitraum und kann somit auch Herzrhythmusstörungen identifizieren, die nur phasenweise vorhanden sind. Es wird sehr häufig bei der Abklärung von Kollapsepisoden eingesetzt. Des weiteren werden Holter EKG Aufzeichnungen zur Therapieüberwachung bei Arrhythmiepatienten eingesetzt. Bei dieser Untersuchung wird das kleine, tragbare Gerät mittels Verband auf dem Rücken befestigt und der Patient kann mit dem Gerät nach Hause gehen.

Die Echokardiographie (Herzultraschalluntersuchung)

macht die Untersuchung des schlagenden Herzens im Brustkorb möglich. Man kann sozusagen dem Herzen bei der Arbeit zusehen. Während das Herz schlägt, kann es auf dem Bildschirm genau untersucht und ggf. vermessen werden.
Für die Herzultraschalluntersuchung liegt der Patient auf einem speziellen Tisch und das Herz wird durch eine Öffnung hindurch untersucht. Wie bei allen Ultraschalluntersuchungen muss der Patient an der zu untersuchenden Stelle ausgeschoren werden. Hierzu sind für die Routineuntersuchungen zwei „Fenster“ ausreichend.
Die Dopplersonographie und die Farbdoppleruntersuchung sind Weiterentwicklungen des Ultraschalls. Mittels der Dopplertechnik können die Blutflüsse im Herzen dargestellt sowie deren Geschwindigkeit gemessen werden. Die Doppler- und Farbdopplersonographie ist heutzutage ein fester Bestandteil der Herzultraschalluntersuchung und erlaubt u.a. die Diagnose und Beurteilung von Klappenfehlern und Herzmissbildungen.
Die Kardiologie umfaßt neben der Diagnostik auch die Therapie. Diese erfolgt in den meisten Fällen medikamentell, kann jedoch auch Punktionen oder Operationen erforderlich machen, die ebenfalls in unserem Hause durchgeführt werden.

Praktische Hinweise

Wir würden Sie bitten, Ihr Tier am Tag des Termins nüchtern zu lassen, obwohl es für viele der kardiologischen Untersuchungen nicht zwingend erforderlich ist. Für vereinzelte Untersuchungen ist es jedoch erforderlich, dass Ihr Tier nüchtern ist. Bevor wir Ihr Tier untersucht haben, können wir nicht genau planen welche Tests durchgeführt werden. Deshalb wäre es hilfreich, wenn Sie Ihr Tier nüchtern lassen. Ausgenommen davon sind Welpen.
Wenn Ihr Tier bereits Herzmedikamente bekommt, bitte die Medikamente auf jeden Fall am Tag des Termins geben! Die Medikamente können falls nötig mit einem Leckerli oder einer kleinen Menge Futter eingegeben werden. Bitte bringen Sie alle Medikamente, die Ihr Tier bekommt zur Untersuchung mit.
Besonders herzkranke Tiere leiden stark unter Hitze. Sofern Sie keine Klimaanlage im Auto haben, raten wir Ihnen, im Sommer ggf. Termine am frühen Vormittag oder späteren Nachmittag zu vereinbaren.
Wie für alle Ultraschalluntersuchungen muss auch für die Herzultraschalluntersuchung in den meisten Fällen ein Hautfeld geschoren werden. Dieses ist zwischen 2-Euro-Stück- und handtellergroß, je nach Größe des Tieres. Bei größeren Untersuchungen muss an 2 oder 3 Stellen geschoren werden.

Dipl.ECVIM-CA (Cardiology)

Nicola Wiedemann

Dipl. ECVIM-CA, Fachtierärztin für Innere Medizin der Kleintiere, Zusatzbezeichnung Kleintierkardiologie

Dr. Claudia Schwedes