Hilfe in Hochwassergebieten: AniCuras Tierärzte packen kräftig mit an

Als das Wasser kam, mussten sich auch Minka und Bello mit beherzten Sprüngen in Sicherheit bringen, traten sich Nägel ein, wurden mitgerissen und noch so eben an Pfote oder Hals festgehalten. Könnten sie sprechen, hätten die Tiere auch alle ihre Geschichten zu erzählen. In den Hochwassergebieten gilt es deshalb gerade viele Haustiere zu verarzten, Hunde, Katzen, Kaninchen und Co. mit Futter zu versorgen oder ihnen provisorisch einen neuen und vor allem trockenen Unterschlupf zu schaffen. Hier packen die Mitarbeiter der AniCura Tierkliniken und Tierarztpraxen in und um die Flutgebiete kräftig mit an. Sie tragen Futterspenden zusammen, versorgen vor Ort verletzte Tiere – und mustern sogar ihre PCs und Laptops aus für die Kollegen anderer Praxen, denen alles davon geschwommen ist. Zu guter Letzt packte eine Tierärztin aus Regensburg reichlich Erste-Hilfe-Präparate ihrer Tierklinik in einen Rucksack und reiste auf die Bitte von Kollegen ins Hochwassergebiet um Euskirchen.

Das AniCura Kleintierzentrum Mayen in der Eifel selbst hat Glück gehabt. „Wir liegen geographisch genau zwischen den Hochgebieten Ahrweiler und Kreis Wittlich“, erklärt Geschäftsführerin Irina Schmitz. „Unsere Praxis liegt hoch genug, wir hatten nur kurz einen Stromausfall.“ Für den lokalen Tierschutzverein, der viele Wildtiere versorgt und vom Hochwasser stark betroffen ist, habe man sofort alle verfügbaren Futtermittel und Decken zusammengetragen und gespendet. Da auch Tiere in den Fluten mitgerissen wurden, haben viele Tierheime derzeit verstärkt Fundtiere zu versorgen. Vor allem Futter ist gerade knapp. „Das ganze Ausmaß für die Tierwelt vor Ort“, so überlegt Schmitz, „ist wohl erst in den nächsten Tagen oder sogar Wochen wirklich absehbar. Viele haben ihr Hab und Gut inklusive der Tiere zurücklassen müssen oder sind noch eingeschlossen vom Wasser!“ Es gilt Augen und Ohren offen zu halten und mit den Verantwortlichen vor Ort in Kontakt zu bleiben – dann kann die Praxis jeweils gezielt Hilfe anbieten.

Tierärztin reist mit Medikamentenkoffer von Regensburg in Richtung Eifel

Konkret etwas tun und helfen will auch Saskia Frauenstein. Die Oberärztin aus der AniCura Tierklinik Haslbach in Regensburg wurde spontan um Hilfe aus Lommersum, gelegen zwischen Erftstadt und Euskirchen, gebeten. So besprach sie sich kurz mit den Geschäftsführern ihrer Klinik, alle packten dann zusammen zahlreiche Erste-Hilfe-Medikamente ein und Frauenstein reiste am Wochenende mit ihrem kostbaren Gepäck in die Eifel. „Gehen die Medikamente aus, darf ich über meine Klinik weitere zum Einkaufspreis bestellen und kann so die Hunde und Katzen hier vor Ort erst einmal wieder adäquat verarzten und versorgen", so die junge Tierärztin. Eine Unterkunft wird ihr von anderen freundlichen Tierfreunden gestellt. „Jeder tut hier, was er kann. Und ich kann mich halt um die vielen verletzten Vierbeiner kümmern!“ Aufgrund des mit Heizöl und Treibstoffen verseuchten Schlamms mussten viele Tiere mit Vergiftungen tierärztlich versorgt werden.

AniCura Tierklinik Aachen stellt Überweisern Verbrauchsmaterial und PCs zur Verfügung

Hilfe zur Selbsthilfe leistet ebenfalls die AniCura Tierklinik in Aachen. „Wir sprechen viel mit unseren Überweisern, also Tierärzten aus der Region mit eigenen Praxen. Die stehen teilweise vor den Trümmern ihrer Existenz. Da ist nichts mehr da. Aber auch die Kollegen wollen erst einmal versorgen, arbeiten, ihren Patienten helfen – also helfen wir ihnen mit Verbrauchsmaterial, Medikamenten und auch PCs oder Laptops aus“, erklärt Geschäftsführer Dr. Gerhard Staudacher. Es sei selbstverständlich, sich untereinander zu helfen.

50.000 Euro für den Deutschen Tierschutzbund

Neben der aktiven Hilfe gingen zudem von Mars Petcare, Royal Canin und AniCura zusammen 50.000 Euro als Soforthilfe beim Deutschen Tierschutzbund ein. Die dringend benötigten Mittel werden an betroffene Tierheime und Tierschutzvereine verteilt, die durch die Wassermassen geflutet oder evakuiert werden mussten. Sobald die Lage überschaubar ist, wird Mars Petcare zusätzlich zu den finanziellen Mitteln auch Tierfutter spenden und so eine nachhaltige Unterstützung der Tierheime sicherstellen.

Auch hat der Deutsche Tierschutzbund ein Spendenkonto eingerichtet und ist dankbar für jede weitere Spende, die zur ersten Hilfe für betroffene und helfende Tierheime und Tierschutzvereine genutzt werden kann. Details dazu sind unter folgendem Link zu finden:

www.tierschutzbund.de/spendenportal/spenden/spendenprojekte/hochwasserhilfe-fuer-tiere/

Pressekontakt: presse[at]anicura.de