Zahnschmerzen sind bei Hunden und Katzen ein gängiges Thema und – nach Impfungen – der häufigste Grund, warum Haustierbesitzer den Tierarzt aufsuchen. Doch wie lassen sich Zahnprobleme bei einem Haustier erkennen und wann ist es notwendig, einen spezialisierten Tierzahnarzt aufzusuchen?

Aachen

Trierer Str. 652-658 52078 Aachen
Wegbeschreibung +49 241 928 660

Wir sind spezialisiert auf die Zahnheilkunde beim Tier und haben daher ein breites Leistungsspekturm: 

  • Kieferorthopädie
  • Zahnerhaltung
  • Replantation von Zähnen
  • Transplantation von Zähnen
  • Restauration und Zahnersatz
  • Parodontologie
  • Stomatologie
  • Kieferchirurgie
  • Onkologie der Zähne und Kiefer
  • Zahnbehandlung bei Nager und Kaninchen

Die Tierzahnheilkunde widmet sich der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Zähne, des Zahnhalteapparates, des Zahnfleisches und der Mundschleimhaut sowie des Kiefers unserer Haustiere. Hunde, Katzen und Kleinsäuger wie Kaninchen, Meerschweinchen und gelegentlich Ratte, Maus und Frettchen zählen zu den Patienten.

Zahnerkrankungen kommen bei unseren Haustieren in allen Altersstufen vor. Bei Jungtieren stehen Fehlbildungen und Fehlstellungen im Vordergrund. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil unfallgeschädigter und abgenutzter Zähne zu. Eine große Rolle spielen Erkrankungen des Zahnfleisches, die zum Verlust vieler Zähne führen.

Bei Haustieren sind Zahnerkrankungen nicht weniger schmerzhaft als beim Menschen. Da Haustiere das Gebiss nicht nur zum Fressen sondern auch als Greifwerkzeug benutzen müssen, spielen diese Schmerzen eine noch größere Rolle.

Zur Gesunderhaltung der Haustiere verfügt die Tierklinik über eine spezialisierte Zahnstation mit besonderer Ausstattung. Angehörige der Tierklinik gehören zur den Gründern der Deutschen Gesellschaft für Tierzahnheilkunde.

Unsere spezialisierten Mitarbeiter für Zahheilkunde beim kümmern sich um Ihr Haustier. Die Tierklinik hat die Weiterbildungsermächtigung der Tierärztekammer Nordrhein für die Fachrichtung Tierzahnheilkunde.

Unsere Zahnstation

Die Zahnstation der Tierklinik ist speziell für die Behandlung der Erkrankungen der Zähne und Kiefer der Haustiere ausgestattet.

Kernstück der Ausstattung ist eine druckluftgetriebene tierzahnärztliche Behandlungseinheit mit verschiedenen Turbinen und Handstücken und Bohrern, Kronentrennern, Fräsen, Saugern etc. Dentalröntgengerät, UV-Lampe, Ultraschallzahnsteinentferner, Füllungsmischer etc. ergänzen die Ausstattung.

Das tierzahnärztliche Instrumentarium umfasst Sonden, Spaten etc. Weil der Eckzahn eines Hundes durchaus einen 6-7 cm langen Wurzelkanal aufweisen kann, sind entsprechend lange Wurzelkanalinstrumente, Kondensatoren etc. vorhanden. Katzenzähne sind sehr viel feiner. Deshalb sind dafür besonders feine Wurzelkanalinstrumente vorhanden. Das Körpergewicht der Zahnpatienten von 150g bis 90 kg repräsentiert die Vielzahl unterschiedlicher Instrumente.

Für die Kieferorthopädie verfügt die Zahnstation über spezielle Laborgeräte, insbesondere über ein zahntechnisches Laborschweißgerät und einen Messstand zur Vermessung von Elastics, Federn, Drähten und Magneten.

Um den unterschiedlichsten Erkrankungen und den verschiedenen Arbeitsaufgaben der Haustiere gerecht werden zu können, werden unterschiedlichste Therapeutika und Füllungsmaterialien angewandt. Neben dem mechanisch besonders strapazierbaren Füllungsmaterial Amalgam verwenden wir Kunststofffüllungen mit mineralischen Zuschlägen in verschiedenen Zahnfarben und Glasionomerfüllungen, die sich auch auf schwierige Untergründe binden.

Parodontologie

Der Zahnhalteapparat aus Zahnfleisch, parodontalen Fasern, Wurzelzement und knöchernem Zahnfach wird Periodontium genannt. Die Parodontologie will das Periodontium gesund erhalten.

Parondotale Veränderungen beginnen häufig schon im 2. Lebensjahr. Mit 5 Jahren weisen 80% aller Hunde krankhafte Veränderungen des Periodontiums auf. Im Zahnbelag sind Bakterien enthalten, die nicht nur die Zähne und das Zahnfleisch sondern auch weiter entfernte Organe streuen und z.B. Herz, Niere oder Leber schädigen können.

Der Zahn

Im langsam zunehmenden Zahnbelag finden sich Bakterien. Die dadurch ausgelöste Entzündung dringt tief in das Zahnfach ein und lockert den Verbund von Zahnfleisch, Zahn und Knochen. Im Laufe der Zeit führen sie zu irreparablen Veränderungen.

Unsere Haustiere zeigen erstaunlich wenig Schmerzäußerungen selbst bei sehr schwerwiegenden Erkrankungen der Mundhöhle. Der schleichende Charakter der Erkrankung zeigt sich in vielen Fällen nur durch vermehrten Mundgeruch. Ist das Problem gelöst, werden die Tiere munterer und spielen wieder mehr, der Zahnverlust wird gestoppt. Ohne gewissenhafte Parodontalbehandlung ist das Problem nicht zu lösen.

Zahnfleischreizung

n unserer Klinik wird mit Ultraschall der Zahnstein sanft aber gründlich entfernt, anschließend wird der Zahnschmelz mit Hilfe geeigneter Prophylaxepasten mikrofein geglättet und fluoridiert. Veränderungen unter der Zahnfleischgrenze werden sorgfältig sondiert und durch Scaling und Wurzelglättung der Hartgewebe und Kürettage der Weichteile und Resektion von Taschen saniert. So entsteht eine erhebliche Verbesserung des Zahnstatus, der vom Tierhalter durch anschließende Pflege möglichst lange erhalten werden sollte.

Stomatologie

Sowohl örtliche Erkrankungen als auch Allgemeinerkrankungen können Auswirkungen auf die Mundschleimhaut haben.

Die Mundschleimhaut stellt für Krankheitserreger und Giftstoffe ebenso wie für Nahrungsmittel die erste Kontaktfläche dar. So vielfältig wie die Auslöser sind auch die dabei auftretenden Erkrankungen: Die Behandlung von Verätzungen, Infektionen oder Problemen des Immunsystems verlangen nach jeweils speziellen Konzepten. Was die bei Autoimmunkrankheiten auftretende Faucitis bessert, kann die bei Katzenschnupfen auftretende Calicivirus-Stomatitis erheblich verschlechtern.

Die Behandlung muss konsequent erfolgen, weil viele Haustiere bei Entzündungen der Mundschleimhaut die Futteraufnahme einstellen. Zum lokalen Problem gesellen sich sonst innerhalb kurzer Zeit die Folgen des Flüssigkeits- und Energiemangels.

Prophylaxe

Bei der Gesunderhaltung des Gebisses eines Haustieres spielt die Fürsorge des Tierhalters lebenslang eine große Rolle.

Bereits in den ersten Lebensmonaten sollte die Benutzung der Zahnbürste eingeübt werden. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans zumindest viel schwerer.

Mit dem Auftreten von Zahnbelägen ab dem zweiten Lebensjahr muss mit Gebisspflege begonnen werden. Hierfür gibt es verschiedene Zahnputzhilfen, von Zahnbürsten über geeignete Zahncremes mit Fleischgeschmack bis zu Kauspielzeugen oder Futtermitteln, die auch zahnpflegende Eigenschaften haben. Die mit Abstand beste Wirkung hat aber immer noch putzen mit einer Zahnpasta mit einem geeigneten mineralischen Polierkörper. Lesen Sie hier mehr über das Zähne putzen.

Lassen Sie sich in der Tierklinik hierüber eingehend beraten.

Diagnostik und Therapie

1. Die zahntierärztliche Untersuchung

Nach einer gründlichen Eingangsuntersuchung mit Gewinnung eines Überblicks über die vorliegende Mundhöhlenproblematik erfolgt die Behandlungsplanung und Absprache des Operationstermins. Der vollständige, detaillierte Befund dahingegen kann erst in Narkose erhoben werden, in welcher eine geeignete Behandlung direkt angeschlossen wird.

Wir wollen Ihr Tier in Ihrem Interesse qualitativ hochwertig behandeln. Deshalb führen wir spezielle zahnmedizinische Untersuchungen inklusive intraoralen dentalen Röntgens durch. Zahnröntgenaufnahmen erstellen wir mittels eines Dentalröntgengerätes. Wir erstellen bei Ihrem Tier einen vollständigen Mundhöhlenbefund, um die Behandlung optimal planen zu können. Weiterhin möchten wir Ihnen und auch uns nach Jahren noch die Möglichkeit offen halten, Verbesserungen oder Verschlechterungen des Krankheitszustandes nachvollziehen zu können.

Neben der für die tierzahnärztliche Tätigkeit typischen Ausstattung stehen der Zahntierärztlichen Abteilung sämtliche anderen Arbeitsmittel einer großen Klinik zur Verfügung, u.a. Labor und bildgebende Verfahren bis zur 3D-Diagnostik im Computertomogramm.

2. Die Zahnbehandlung

Spezifische Behandlungen in einer Fachabteilung erfordern spezifische Ausstattung und spezifisches Instrumentarium. Eine spezielle für tierzahnärztliche Belange entwickelte dentale Behandlungseinheit sowie weitere Gerätschaften und Instrumente für parodontale, endodontische, knochenchirurgische und implantologische Belange gewährleisten eine adäquate Versorgung unserer Patienten. Alle verwendeten Materialien sind speziell auf die Belange von Hund, Katze und kleinen Heimtieren ausgerichtet. Im Rahmen prothetischer und kieferorthopädischer Versorgungen verfügen wir zur Vermeidung mehrfacher Narkosen über eigene Laborkapazitäten und arbeiten zusätzlich mit einem Dentallabor zusammen.

Zahnmedizinische Behandlungen an Hund, Katze und kleinem Heimtier werden in der Regel unter Narkose durchgeführt. Dieses erfolgt in unserer Klinik mittels Inhalationsnarkose bei gleichzeitiger Infusionstherapie und umfassender Kontrolle des Kreislaufzustandes des Patienten. Nötigenfalls führen wir den Patienten Wärme zu. Da viele unserer Patienten infolge Alters oder Vorerkrankungen Risikopatienten darstellen, liegt eines unserer Hauptaugenmerke auf der Gestaltung einer sicheren Narkose, damit Stress und Belastung für Tier wie Besitzer so gering wie möglich gehalten werden. Nach der Behandlung ist unter der Aufsicht der Anästhesisten unserer chirurgischen Abteilung im Aufwachraum bei unterstützender Wärmezufuhr ein ruhiges Aufwachen gewährleistet. Falls nicht im Einzelfall eine längere Überwachung des Patienten durch uns notwendig wird, können die Patienten am selben Tag wieder mit ihren Besitzern nach Hause gehen.

Vor allem bei schwerwiegenden Begleiterkrankungen werden spezielle balancierte Narkoseverfahren eingesetzt. Es erfolgt vor dem Hintergrund des Teams einer großen Klinik eine lebenserhaltende intensivmedizinische Betreuung, z.B. bei Herzerkrankungen, Diabetes oder anderen Altersbeschwerden.

Die Behandlungsüberwachung des Patienten erfolgt in dessen häuslicher Umgebung gerne auch mit Hilfe der Digitalfotografie. Der Tierhalter kann Bilder per eMail an uns versenden. Daher sind umfangreiche Gebisssanierungen auch stark entzündeter Kiefer oder länger dauernde kieferorthopädische Behandlungen auch über größere Entfernungen gut betreut.

3. Ihre Betreuung

Während der Zahnbehandlung Ihres Tieres können Sie sich die Zeit bei uns vertreiben. Wir statten Sie aber auch mit einem Stadtplan für Aachen aus und geben Ihnen Anregungen zur Erkundung der Jahrtausende alten Krönungsstadt der deutschen Kaiser. Der Aachener Dom war das erste Bauwerk auf deutschem Boden, das in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden ist. Wenn Sie ein Mobiltelefon bei sich haben, informieren wir Sie umgehend, sobald die Behandlung Ihres Schützlings abgeschlossen ist. Wieder zuhause angekommen erreichen Sie den notdiensthabenden Tierarzt bei Problemen 24 Stunden am Tag und 364 Tage im Jahr telefonisch.

 

 

Aachen

Trierer Str. 652-658 52078 Aachen
Wegbeschreibung +49 241 928 660