Aachen

Trierer Str. 652-658 52078 Aachen
Wegbeschreibung +49 241 928 660

Für die bildgebende Diagnostik haben wir verschiedene Geräte.

Röntgen

In der modernen Tiermedizin ist die Röntgenuntersuchung unverzichtbar. Dank Computertechnik und Mehrpulsgenerator ist die Strahlenbelastung inzwischen für den Patienten  vernachlässigbar. Durch die digitale Bildverarbeitung können inzwischen Informationen gewonnen werden, die mit konventionellen Film-Folien-Systemen unvorstellbar waren. 

Die Klinik verfügt über eine leistungsfähige 40 kW-Röntgenanlage mit digitaler Nachbearbeitung. Hiermit lassen sich in kurzer Abfolge brillante Bilder sowohl von sehr großen und schweren wie auch von winzig kleinen Tieren machen. Röntgenuntersuchungen sind nicht nur für orthopädische Fragestellungen oder nach Unfällen sondern auch bei vielen internistischen Erkrankungen z.B. des Herzens oder bei Tumorleiden von großer Bedetuung.

Die Klinik ist für das HD-, ED- und OCD-Röntgen bei allen Zuchtvereinen zugelassen.

Mit Hilfe der Dentalanlage können am schlafenden Patienten in der Zahnstation detailgenaue Aufnahmen spezieller Bereiche innerhalb des Kiefers aufgenommen werden. So kann schon in der Behandlung sowohl die Diagnose gestellt als auch die Therapie kontrolliert werden.

Bei dreidimensionalen Röntgenverfahen (Computertomogramm) wird aus zahlreichen Bildern ein Volumendatensatz errechnet. Daraus können Schnitt errechnet werden. Im Schnittbild durch den Ellenbogen links ist zu sehen, dass der kreisförmig dargestellte Querschnitt des Oberarmes nicht ordnungsgemäß im zu kleinen Gelenkausschnitt der Elle liegt. Es liegt eine Ellenbogendysplasie vor. 

 

Schnittbildverfahren; Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspin, MRI)

Schnittbildverfahren stellen Körperteile in einer kurzen Narkose überlagerungsfrei in axialen, sagittalen oder transversalen Schnitten dar und können sie dreidimensional rekonstruieren. Spezielle Fragestellungen lassen sich durch Berechnung besonderer Darstellungen aus den Daten des Patienten beantworten, so z.B. Tumormetastasen, Knochen oder Weichteile etc. Sogar die virtuelle Endoskopie völlig unzugänglicher Körperabschnitte ist damit möglich. Mit Hilfe der Schnittbildverfahren ist ein Vordringen in das Gehirn, die Wirbelsäule, Gelenke oder Tumore möglich, ohne den Patienten dafür zu verletzen. Sofort nach der Untersuchung ist dessen Befinden wieder wie zuvor.

Die Klinik verfügt über einen Spiral-Computertomographen Siemens Emotion 16-Zeiler. Das Gerät besitzt eine Auflösung von 0,6 mm und kann Körperteile oder ganze Tiere in Schnittbildern und dreidimensional darstellen. Dabei entstehen mehrere hundert bis einige tausend Bilder des Patienten, die zur Rekonstruktion und Weiterverrechnung zur Verfügung stehen. Je nach Fragestellung können mittels Atem- oder Herztriggerung sogar kleinste Störungen neutralisiert werden. Das Ergebnis ist ein hoch aufgelöstes Bild des untersuchten Körperabschnittes, das ohne jede Verletzung des Körpers genaueste Auskünfte gibt.

Für Darstellung von Weichteilveränderungen setzt die Klinik einen Kernspintomographen Siemens Essenza 1,5 Tesla ein. Dieses Gerät eignet sich z.B. zur Darstellung von Gehirnveränderungen, Untersuchung von Bändern und Gelenken, zur Metastasensuche oder zum Studium lokaler Entzündungen. Auch mit diesem Gerät kann eine Atem- oder Herztriggerung vorgenommen werden. Es steht daher auch zur Untersuchung  von Abdominal- oder Thoraxveränderungen zur Verfügung. Das Hochfeldgerät verkürzt nicht nur die Untersuchungszeiten gegenüber offenen Niederfeldgeräten sonder erzielt auch eine erheblich bessere Auflösung und damit bessere Detailerkennbarkeit.

 

Ultraschall

Ganz ohne Strahlenbelastung und Nebenwirkungen gestattet der Ultraschall den Einblick in den Körper vor. Dabei werden vor allem Weichteile untersucht: Bauchhöhlenorgane, Sehnen, Muskeln, Tumoren. Aber auch für die Untersuchung des Herzens ist die Klinik dank eines Dopplers ausgestattet (Echokardiografie). Aufgrund des Frequenzspektrums von 2 bis 10 MHz können sowohl feine Strukturen (Augen, Nierenultraschall PKD) als auch große Objekte (Bauchhöhle einer Dogge) gut untersucht werden. 

Ultraschalluntersuchungen sind ein wichtiges Hilfsmittel in der Tiermedizin: Sie ermöglichen Diagnosen, unterstützen bei der Therapie und können heute auch intraoperativ durchgeführt werden. So gestatten Se während Operationen am Herzen die Kontrolle seiner Funktion, stellen bei Biopsien sicher, dass keine Gefäße oder andere wichtige Strukturen verletzt werden und führen den Operateur gezielt in eine kleine, tumorverdächtige Läsion der Leber ohne Eröffnung der Bauchhöhle.

Mit Hilfe des Ultraschalls kann bei Hund und Katze ab dem 25. Tage die Schwangerschaft festgestellt und die anzahl der zu erwartenden Welpen ermittelt werden.

 

Endoskopie

"Endoskopie" bedeutet zunächst einmal "Hineinsehen". Mit Hilfe endoskopischer Untersuchungen können Hohlorgane untersucht werden, insbesondere durch natürliche Öffnungen: Ohr Nase, Maulhöhle, Rachen aber auch Darm und Blase. Durch den Kehlkopf kann man in Luftröhre und die großen Bronchien (Bronchoskopie), durch die Speiseröhre bis in Magen und den Anfang des Zwölffingerdarmes sehen. Über den After kann der Dickdarm untersucht werden (Darmspiegelung). Der Tierarzt kann durch kleinste künstliche Öffnungen (2-3 mm) aber auch Gelenke untersuchen (Arthroskopie) oder die Bauch- und Brusthöhle spiegeln. 

Von besonderem Interesse ist darüber hinaus die Durchführung endoskopischer Operationen. So kann mit meterlangen Zangen und Elektroinstrumenten im Magen-Darm-Trakt operiert werden. Bei arthroskopischen Operationen wird dem Patienten nicht nur die großräumige Gelenkeröffnung erspart. Er ist durch die deutlich schonender Operationstechnik schneller wieder auf den Beinen. 

Das Zusammenwirken endoskopischer Techniken mit anderen Verfahren verbessert das Ergebnis für den Patienten weiter: So wurde im Beispiel links ein Angelhaken in der Nähe der Hauptschlagader (Aorta) unter Durchleuchtung endoskopisch entfernt. Das Tier hat am nächsten Tage wieder ganz normal gefressen. Mit konventioneller Technik hätten Brustkorb und Speiseröhre eröffnet werden müssen - mit riesigen Beschwerden für das Tier.