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Elektrokardiogramm (EKG)


Das EKG dient der Diagnostik von Herzrhythmus - Störungen (Arrhythmien).
Es kommt zum Einsatz, wenn bei der klinischen Untersuchung des Tieres mittels Auskultation
(abhören des Herzens mit dem Stethoskop) ein zu langsamer, ein zu schneller oder ein
unregelmäßiger Herzschlag auffällt.
In der Kleintiermedizin kommt hierzu vor allem das sogenannte Ruhe - oder Kurzzeit - EKG zum
Einsatz. Hierbei werden die Herzströme am liegenden Tier von verschiedenen Ableitpunkten der
Haut über einige Minuten aufgezeichnet.

24-Stunden Langzeit-EKG (Holter)

Als Langzeit-EKG oder Holter bezeichnet man eine durchgehende Aufzeichnung der „Herzströme“
über mindestens 24 Stunden am sich frei bewegenden Tier. Hierzu werden (wie wir es aus der
Humanmedizin kennen) Klebelektroden am Brustkorb des Tieres befestigt und ein kleiner
Rekorder mittels Verband oder Weste am Tier befestigt.

Das Langzeit-EKG kann bei Hund und Katze aus unterschiedlichen Gründen zum Einsatz
kommen. 
Zum einen dient es der Abklärung von „Anfällen“ die verdächtig für Synkopen sind (also Herz-Kreislauf bedingte Anfälle), da auch Arrhythmien erkannt werden können, die nicht permanent vorhanden sind. Außerdem wird es zur Früherkennung von Hezmuskelerkrankungen (DCM) einiger Hunderassen (z. B. Dobermann, Boxer, Dt. Dogge) eingesetzt. Eine weitere Indikation stellt die Therapiekontrolle von Herzrhythmus-Störungen dar.