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Kardiologie


Herzerkrankungen bei Hund und Katze können angeboren sein oder sich erst im Laufe des Lebens entwickeln. Die Diagnose der unterschiedlichen Grunderkrankungen des Herzens und die Beurteilung ihrer Auswirkungen auf die Herzfunktion sowie die Erstellung eines optimalen Therapieplanes kann nur durch eine Herzultraschalluntersuchung erfolgen. Diese spezielle Untersuchung sollte von einem dazu qualifizierten Kleintierkardiologen durchgeführt werden.Die Kardiologin für Kleintiere Frau Dr. Nicole Sameluck führt bei uns im Hause eine regelmäßige Kardiologie - Sprechstunde durch.

Wann ist eine Herzuntersuchung bei Ihrem Tier sinnvoll?

  • Früherkennung von Herzerkrankungen

    Der Tierarzt hat beim Abhören Ihres Tieres ein Herzgeräusch oder eine Rhythmusstörungfestgestellt. Auch wenn Ihr Tier völlig gesund erscheint, kann schon eine Herzerkrankungvorliegen, die behandelt werden sollte. Dies gilt insbesondere für Welpen und Jungtiere, da esangeborene Herzerkrankungen gibt, die nicht nur mit Medikamenten behandelt werden können, sondern durch einen chirurgischen Eingriff oder mittels Herzkatheter sogar geheilt werden können.
  • Symptome einer Herzerkrankung

    Zeigt Ihr Tier eine der folgenden Veränderungen, kann eine Herzerkrankung der Grund dafür
    sein: Husten, verminderte Belastbarkeit, angestrengte Atmung, vermehrtes Hecheln, nächtliche Unruhe, vermehrter Bauchumfang, Ohnmachts- oder Krampfanfälle, Hinterhandschwäche oder Taumeln. Bei Katzen außerdem verminderter Appetit, Lähmung einer oder beider Hintergliedmaßen oder Blutansammlungen im Auge.

  • Vorsorgeuntersuchungen 

    Bei bestimmten Hunde- und Katzenrassen treten Herzerkrankungen besonders häufig auf. Bei
    diesen wird eine kardiologische Abklärung ab einem bestimmten Alter auch ohne klinische Hinweise empfohlen. Bei alten Tieren, insbesondere vor einer anstehenden Narkose, kann eine Herzuntersuchung ebenfalls sinnvoll sein.
  • Kontrolluntersuchungen

    Herzerkrankungen verlaufen fortschreitend. Das bedeutet, dass es auch unter einer Herztherapie meist irgendwann zu einer Verschlechterung kommt. Um diese rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln, sind bei Herzpatienten regelmäßige Kontrollen wichtig.
  • Zuchtuntersuchungen

    Hunde: Da nur mit gesunden Tieren gezüchtet werden sollte bzw. darf, ist bei einigen Hunderassen eine kardiologische Untersuchung vor dem Zuchteinsatz Pflicht.Katzen: Bei Rassekatzen sollte vor der Zuchtnutzung eine erbliche Herzmuskelverdickung (HCM) ausgeschlossen werden.

Wie läuft eine kardiologische Untersuchung ab?

Nach einem Anamnesegespräch und einer klinischen Herz-Kreislauf-Untersuchung Ihres Tieres
erfolgt die kardiologische Untersuchung mittels Herzultraschall (Echokardiographie). Hierbei wird
das schlagende Herz von innen betrachtet, so dass angeborene und erworbene Herzfehler sicher
diagnostiziert werden können.

Diese Untersuchung ist sehr schonend, erfordert keine Narkose und benötigt etwa 15 Minuten
Untersuchungszeit am liegenden Tier. Selbstverständlich bleiben Sie während der Untersuchung
dabei.

Während der Ultraschalluntersuchung läuft auf dem Bildschirm außerdem ein EKG zur Diagnose
von Rhythmusstörungen mit.

Falls weitere spezielle Untersuchungen benötigt werden, wie eine Blutdruckmessung zum
Erkennen eines Bluthochdruckes oder ein Langzeit - EKG (Holter), werden diese im Anschluss
durchgeführt.
Nach der Untersuchung findet eine mündliche Aufklärung über die festgestellte Erkrankung und
eine Beratung zu den therapeutischen Möglichkeiten statt. Sie und Ihr Tierarzt erhalten außerdem
einen schriftlichen Befundbericht inklusive Therapieplan.

Fachtierärztin für Kleintiere, Zusatzbezeichnung Kardiologie

Dr. Nicole Sameluck