Toggle menu

Krallen

Krallenerkrankungen

sind beim Hund gar nicht so selten, wenn sie auftreten sind sie jedoch oft äußerst schmerzhaft.
Sie gehen mit abnormaler Krallenform (Onychodystrophie) , Krallenhornerweichung, Längsspaltung und Splittern der Krallen und/oder dem vollständigen Verlust der Krallen einher.
Ursache können Verletzungen, bakterielle Infektionen, Pilzinfektionen und Neoplasien sein, diese sind jedoch meist auf einzelne Krallen beschränkt. Immunmediierte oder autoimmune Erkrankungen wie Pemphigus, systemischer Lupus erythematodes, Kälteagglutininerkrankung, Medikamentenreaktion, Vaskulitis und Leishmaniose sind mögliche Ursachen für eine symmetrische- alle Krallen betreffende -Verteilung.

Symmetrische lupoide Onychodystrophie SLO

Die SLO wird definiert durch ein klinisches Syndrom, das ausschließlich die Krallen betrifft, in der Regel mehrere Krallen an allen vier Pfoten einschließt und mit Verlust der Krallen, abnormer Form, und Splittern einhergeht. Anzeichen anderer Hauterkrankungen fehlen.
Entgegen mancher Ausführungen handelt es sich aber hier nicht um eine Autoimmunerkrankung oder eine einheitliche Grundursache. Mit SLO wird lediglich ein klinisches und histopathologisches Bild bezeichnet, das viele verschiedene Ursachen haben kann. Es ist denkbar, dass ein entferntes Antigen im Körper fähig ist, eine immunologische Reaktion am Krallenbett hervorzurufen. Bei einigen Hunden konnte die SLO mit einer Futtermittelsensitivitätsreaktion in Zusammenhang gebracht werden.

Bestimmt Rassen sind deutlich öfter betroffen als andere. Hierzu gehören
Rhodesian Ridgeback, Schäferhunde, Rottweiler, Schnauzer und Bearded Collies, es kann aber prinzipiell jede Rasse betreffen.

Die beschriebenen Therapiemethoden sind vielfältig

Tetrazyklin/ Nicotinamid, essentielle Omega-3 Fettsäuren, Pentoxyfillin, Antibiotikum, Predisolon, Cyclosporin, topisch: Cortavance und Pro Topic bzw. Kombinationen aus diesen.

Mehr Information zu Krallenerkrankungen beim Rhodesian Ridgeback