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Juckreiz

Sich kratzende Tiere begegnen uns in der täglichen Praxis sehr häufig. Durch den Juckreiz des Hundes oder der Katze leiden nicht nur unsere Patienten sondern oft auch deren Besitzer:
Sei es aus Mitgefühl oder weil sie sich schlicht vom Kratzen, Reiben und dem Sich-Schütteln der Tiere gestört fühlen. Zudem kommt vermehrtes Haaren und Schuppenbildung.
Ursachen für Juckreiz sind mannigfaltig: Parasiten, Hautpilze und Allergie – um nur drei zu nennen. Eine systematische Aufarbeitung unter Zuhilfenahme von Geschabsel, Trichogramm und Zytologie und vor allem ein exakte Diagnosestellung ist für eine erfolgreiche Therapie unerlässlich.

Die Liste der Ursachen für Juckreiz ist lang und vielfältig. Parasiten, Mikroorganismen (z.B. Bakterien und Hefen), aber auch echte Hautpilze und Allergien sind einige typische Beispiele.

Flöhe

Unter den Parasiten finden sich Flöhe, aber auch verschiedene Milben. Parasitäre Erkrankungen sind oft leicht von Tier zu Tier zu übertragen und stark juckend. Räudemilben beispielsweise werden durch Wildtiere verbreitet. Vielfach ist es schwierig deren Präsenz zu belegen, in diesen Fällen müssen die Milben durch adäquate Therapie ausgeschlossen werden. Das gleiche kann für Flöhe gelten, welche nicht wirtsspezifisch leben, jedoch der Umgebung des Wirtes treu sind. Überreaktionen gegen Flöhen verursachen Juckreiz vor allem in der hinteren Körperhälfte bei Hunden, Katzen zeigen Veränderungen eher im Kopf-Halsbereich. In diesen Fällen werden die Parasiten selten direkt auf den Tieren nachgewiesen, denn nur wenige Parasiten reichen aus um starken Juckreiz zu verursachen.

Bakterien

Viele Bakterien und Hefen sind natürliche Hautbewohner von Hund und Katze. Gibt es Veränderungen im Hautmilieu, kann es zu einer Überwucherung und schließlich zu einer Infektion mit diesen, ansonsten natürlich auf der Haut vorkommenden Keimen kommen. Bereits vorhandener Juckreiz wird vielfach deutlicher.

Hautpilz

kann zu Juckreiz bei Hund und Katze, aber auch bei Menschen, die mit betroffenen Tieren in Kontakt stehen, führen. Hautpilze verursachen in der Regel regional begrenzten Haarverlust. Sie sind vor allem wegen ihrer potentiellen Übertragbarkeit auf den Menschen von Bedeutung.

Allergien

Allergien bei und Hund und Katze sind sehr häufige Ursachen für chronischen und chronisch-wiederkehrenden Juckreiz. Wegen ihres chronischen Charakters sind es gleichzeitig die Ursachen die vom Tierbesitzer einen langen Atem erfordern. Prinzipiell können Allergien bei Tieren jeglichen Alters auftreten. Häufig aber sind gerade junge Tiere betroffen. Juckreiz und Hautrötung sind die ersten Symptome. Verschiedenste Körperstellen können betroffen sein. Hunde und Katzen können auf mannigfache Dinge allergisch reagieren. Eine schrittweise, logische Herangehensweise ist essentiell für eine erfolgreiche Therapie, bzw. einen guten Managementplan. Prinzipiell gibt es Allergien gegen Parasiten, Futter und Allergene aus der Umwelt. Die Eingrenzung und Gewichtung der Allergene erfordert Erfahrung. Weiter lesen...