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Tumorbestrahlung

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Bestrahlung von oberflächlich gelegenen Tumoren

Wir bestrahlen mit einem Röntgenstrahler (10 – 100 KV). Die Tumorbehandlung bleibt somit beschränkt auf oberflächlich gelegene Tumore.

Die Strahlenbehandlung beruht darauf, selektiv Tumorzellen zu zerstören und dabei das gesunde Gewebe so wenig wie möglich zu schädigen. Es gibt Tumore die strahlensensibel sind und gut auf eine Bestrahlung ansprechen. Und es gibt solche, die strahlenresistent sind. Zwischen dem Ansprechen eines Tumors auf die Strahlenbehandlung und seiner Heilbarkeit gibt es keine feste Beziehung. Ebenso kann ein Tumor strahlensensibel und doch unheilbar sein. Umgekehrt kann ein relativ strahlenresistenter Tumor durch Bestrahlung zu heilen sein. Ein Grundgesetz der Strahlentherapie besagt, dass höhere Strahlendosen eine bessere Tumorzerstörung bewirken. Die dazu nötige Gesamtdosis muss an den Nebenwirkungen für das umliegende gesunde Gewebe gemessen werden. Daraus ergibt sich, dass die benötigte Gesamtdosis auf mehrere Einzelbehandlungen verteilt werden muss. Diese sogenannte Fraktionierung wird individuell für jeden Patienten festgelegt.

Die Bestrahlung mit einem Röntgenstrahler ist nur im Oberflächenbereich einsetzbar und unabhängig davon muss jede Behandlung eines Tumorpatienten mit dem Strahlentherapeuten geplant werden.

Wo hat die Tumorbestrahlung Bedeutung?

  • Bei Patienten, die in einem fortgeschrittenen Alter sind und bei denen ein erhebliches Operationsrisiko besteht
  • Bei Patienten mit Tumoren, deren operative Entfernung zu großen Nebenwirkungen führen kann wie z.B. Kotinkontinenzen bei Tumoren im Bereich des Afters, oder nicht zu verschließende Operationswunden bei Tumoren in der Maulhöhle etc.
  • Als begleitende prä- und postoperative Maßnahme
  • Als palliative Maßnahme zur Reduzierung von Tumorschmerzen, z.B. bei Knochentumoren der distalen Gliedmaße