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Reproduktion


Fertilitätsprobleme, Optimierung des Deckzeitpunktes, Spermauntersuchung, künstliche Insemination und Trächtigkeitskontrollen sind häufige Untersuchungen im Bereich Reproduktion und Gynäkologie.

Gynäkologische Untersuchungen

Wenn bei Ihrem Tier das Paaren problematisch war oder es Schwierigkeiten gab, trächtig zu werden, kann eine Fruchtbarkeitsuntersuchung (Fertilitätsuntersuchung) sinnvoll sein. Hierzu führt der Tierarzt eine allgemeine Untersuchung des Tieres durch und nimmt bei dieser Gelegenheit häufig einen Vaginalabstrich und eine Blutprobe zur Progesteronbestimmung. 

Progesteronbestimmung

Anhand einer Blutprobe zur Progesteronbestimmung kann der Zeitpunkt des Eisprungs der Hündin festgestellt werden. Um einen geeigneten Zeitpunkt für die Paarung der läufigen Hündin zu ermitteln, wird der Progesterongehalt im Blut mehrere Tage in Folge gemessen.

Vaginalabstrich

Ein Vaginalabstrich ist eine Untersuchung der Vaginalschleimhautzellen der Hündin. Hierbei wird ein Wattestäbchen auf der Vaginalschleimhaut abgerollt, um Zellen einzusammeln, die dann auf einem Objektträger ausgestrichen und anschließend eingefärbt werden, um die unterschiedlichen Zelltypen identifizieren zu können. 

Spermaprobe

Bei Rüden wird eine Spermaprobe genommen, um die Qualität des Spermas zu kontrollieren. Hierbei werden Farbe und Aussehen der Probe beurteilt. Anschließend wird auf einem angewärmten Objektträger unter dem Mikroskop die Beweglichkeit (Motilität) und das Aussehen der Spermien beurteilt.

Fetale Ultraschalldiagnostik

Die Trächtigkeit kann mithilfe von Ultraschall bestätigt werden, der meist frühstens 28 Tage nach der Paarung durchgeführt wird. Mit der fetalen Ultraschalldiagnostik wird der Herzschlag und der Entwicklungsstand der ungeborenen Welpen kontrolliert.

Fetale Röntgendiagnostik

Um einen Überblick über die Anzahl der ungeborenen Welpen zu erhalten, kann nach ca. 40–50 Tagen Trächtigkeit eine Röntgenuntersuchung durchgeführt werden, da zu diesem Zeitpunkt das Skelett der Föten bereits verkalkt und damit röntgenologisch sichtbar ist. Dann ist eine Röntgenuntersuchung zur Feststellung der Größe des Wurfs sicherer als ein Ultraschall.

Kastration

Bei der Kastration von Hündinnen oder Kätzinnen werden die Eierstöcke und gegebenenfalls auch die Gebärmutter entfernt, wodurch die Läufigkeit und der Sexualtrieb dauerhaft unterbunden werden. Daher wird die kastrierte Katze nicht mehr rollig bzw. die kastrierte Hündin nicht mehr läufig.

Bei der Kastration von Rüden oder Katern verschwindet normalerweise der Sexualtrieb des Tieres und somit auch das damit in Zusammenhang stehende Verhalten. Für einen Rüden kann es zudem entlastend sein, dem Stress beim Markieren des Reviers und in Zusammenhang mit übersteigertem Revierverhalten nicht mehr unterworfen zu sein. 

Endoskopische Kastration

Bei der endoskopischen Kastration werden die Eierstöcke mithilfe eines Laparoskops entfernt. Hierbei handelt es sich um eine dünne Metallsonde mit einer Lampe und einer kleinen Videokamera, die über einen kleinen Bauchschnitt in den Körper eingeführt wird. Vorteile der Laparoskopie sind, dass die Operation aufgrund der kleineren Haut- und Gewebeschnitte weniger schmerzhaft ist und die Hündin schneller wieder zur normalen Aktivität zurückkehren kann.