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Präventive Medizin


Gesundheitscheck

Ein jährlicher Gesundheitscheck ist bei älteren und auch jüngeren Tieren (Risikopatienten) sinnvoll, da hierdurch Erkrankungen im frühen Stadium entdeckt werden können. Im Anschluss an eine gründliche Allgemeinuntersuchung wird eine Blut- und gegebenenfalls Urinuntersuchung durchgeführt, um den Zustand und die Funktion der inneren Organe zu kontrollieren.

Zahnpflege

Ein guter Zahnstatus ist für den allgemeinen Gesundheitszustand und das Wohlbefinden des Tieres von sehr großer Bedeutung. Wir wissen, dass Zahn- und Maulprobleme, die unbehandelt bleiben, schwere Erkrankungen auslösen können. Zahnstein kommt bei Hund und Katze häufig vor und kann zu Entzündungen des Zahnfleischs und dadurch zu Zahnlockerungen führen. Bei AniCura beraten wir Sie gerne, wie Sie bei Ihrem Tier Zahnstein vorbeugen können. Sollte Ihr Tier zahnärztliche Versorgung benötigen, können wir Ihnen unterschiedliche Behandlungsalternativen anbieten.

Impfung

Eine wichtige vorbeugende Maßnahme ist das regelmäßige Impfen Ihres Tieres, um es vor Infektionen zu schützen und die Verbreitung von Krankheiten zu verhindern. Die Impfungen müssen regelmäßig erneuert werden, um den Impfschutz zu garantieren. Detaillierte Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt Impfung.

Entwurmung

Hunde und Katzen können von Darmparasiten befallen werden. Häufig treten aber keine klinischen Symptome auf. Es wird empfohlen, regelmäßig zu entwurmen. Um die Notwendigkeit einer Entwurmung zu bestätigen, kann eine korrekte, über mehrere Tage gesammelte Kotprobe zur Analyse abgegeben werden. Welpen und Kätzchen müssen jedoch im Einklang mit den bestehenden Richtlinien der ESCCAP entwurmt werden, da sie durch die Mutter über die Plazenta und die Milch mit Spulwürmern infiziert sein können. Gerne beraten wir Sie hinsichtlich der korrekten Wahl eines Entwurmungspräparates für Ihr Tier.

Ernährung und Diätetik

Um den Nährstoff- und Energiebedarf von Katzen und Hunden zu decken, ist die richtige Menge und das richtige Verhältnis der Nährstoffe zueinander sehr wichtig. Denken Sie daran, dass sich der Bedarf Ihres Tieres im Laufe seines Lebens verändert. Aufgrund von Erkrankungen oder der Unfähigkeit, bestimmte Nährstoffe aufzunehmen, kann ein besonderer Bedarf bestehen. Auch Faktoren wie das Aktivitätsniveau des Tieres sowie Größe, Rasse und Alter spielen bei der Wahl des Futters eine Rolle. Gerne beraten Sie wir am AniCura-Standort in Ihrer Nähe.

Krallenschneiden

Bei Hunden kann es erforderlich sein, die Krallen zu schneiden. Katzen schärfen normalerweise ihre Krallen selbst, weshalb deren Krallen in der Regel geschnitten werden müssen. Bei alten Katzen ist eine regelmäßige Kontrolle nötig, da die Krallen einwachsen können. Beachten Sie bitte, dass es von Tier zu Tier unterschiedlich ist, ob und wie weit eine Kralle zurückgeschnitten werden kann. Wir helfen Ihnen gerne, wenn bei Ihrem Tier die Krallen geschnitten werden müssen.

Fellpflege

Unterschiedliche Tiere und Rassen haben einen unterschiedlichen Bedarf an Fellpflege. Bisweilen kann das Fell schwierig zu pflegen sein, und manchmal ist es für das Tier eine Erleichterung, das Fell auszudünnen, vor allem im Sommer.

Tierkennzeichnung

In Deutschland ist die Kennzeichnung des Tieres durch einen Mikrochip für den EU-Heimtierausweis verpflichtend. Dazu wird dem Tier an der linken Halsseite mittels Injektion ein Mikrochip eingesetzt, eine Narkose ist nicht notwendig. Das Tier spürt hierbei kaum mehr als bei einer herkömmlichen Impfung.

Wir empfehlen grundsätzlich die Kennzeichnung bei allen Tieren, unabhängig, ob ein EU-Heimtierausweis ausgestellt wird oder nicht. Durch die eindeutigen Kennzeichnung kann ihr Tier im zentralen erfasst  und registriert werden und im Falle eines Verschwindens eindeutig identifiziert werden.

EU-Heimtierausweis

Wenn Sie mit Ihrem Tier ins Ausland reisen, benötigt es einen EU-Pass. Dieser Pass wird in Zusammenhang mit der Kennzeichnung ausgestellt. Im Pass trägt der Tierarzt die durchgeführten Impfungen und für den Auslandsaufenthalt nötigen Behandlungen ein, die in Zusammenhang mit den Reisebestimmungen in der EU und Drittländern vorgezeigt werden müssen. Sie erhalten den Pass bei Ihrem Tierarzt.

Untersuchungen für spezielle Rassen und Zuchtprogramme

Hörtest

Der BAER-Test (Brainstem Auditory Evoked Response) ist ein Hörtest, der sowohl bei Hunden als auch bei Katzen durchgeführt wird. Zur Diagnostik einer möglichen Taubheit werden das rechte und das linke Ohr getrennt voneinander gemessen. Der Test zeigt nur an, ob das Tier taub ist oder nicht, graduelle Höreinschränkungen können nicht gemessen werden.

Augenuntersuchung

Bei der Augenuntersuchung wird das gesamte Auge einschließlich umliegender Strukturen auf Symptome hinsichtlich erblich bedingter Augenerkrankungen untersucht. Je nach Anforderung des jeweiligen Zuchtverbandes gelten für unterschiedliche Rassen unterschiedliche Schwerpunkte der Augenuntersuchungen. Die Untersuchung dient dem frühzeitigen Erkennen von erblich bedingten Augenerkrankungen und führt zum Ausschluss betroffener Tiere aus der Zucht.

Röntgen der Hüftgelenke (HD)

Hüftgelenksdysplasie ist eine zum großen Teil erblich bedingte Entwicklungsstörung, die bei Hunden und Katzen vorkommt. Je nach Zuchtverband wird Besitzern jener Hunde in einem bestimmten Alter zu dieser Untersuchung geraten. Für Zuchthunde ist diese Untersuchung zur Zulassung zur Zucht  verpflichtend. Die Untersuchung dient, den Hüftgelenksstatus des Hundes zu ermitteln und langfristig die Vererbung einer solchen Veränderung einzudämmen.

Röntgen des Ellenbogengelenks (ED)

Die Arthrose im Ellenbogengelenk ist häufig das Ergebnis einer erblich bedingte Entwicklungsstörung, die bei einer Vielzahl von Hunderassen auftreten kann. Ursächlich können mehrere Veränderungen am Ellbogen sein, diese werden unter dem Begriff der Ellbogendysplasie (ED) zusammengefasst. Meist werden die Ellenbogengelenke in Zusammenhang mit den Hüftgelenken geröntgt. Auch hier ist es abhängig des Zuchtverbandes, welche Tiere zu dieser Untersuchung vorgestellt werden müssen.

Grundsätzlich ist eine frühzeitige Kontrolle und damit die Möglichkeit einer frühzeitigen Therapie für die Lebensqualität des Tieres essentiell.

PennHip

PennHip-Röntgen ist ein anderes Verfahren, um beim Hund eine Hüftgelenksdysplasie zu ermitteln. Hierzu werden drei Aufnahmen der Hüfte aus unterschiedlichen Positionen gemacht, die anschließend zur Beurteilung an die University of Pennsylvania in die USA geschickt werden. Es werden nur Röntgenbilder von im PennHip-Verfahren ausgebildeten und zertifizierten Tierärzten akzeptiert. Das Verfahren ermöglicht ein Röntgen der Hüftgelenke bei Hunden bereits im Alter von 16 Wochen.

Röntgen der Kniegelenke

Zentrale Beurteilung und Registrierung des Kniegelenkstatus nur bei Boxern. Üblicherweise werden die Kniegelenke beim Röntgen der Hüftgelenke mit geröntgt.